Bilanz nach einem Jahr: Über 12.000 Mal blitzte es

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Rhoden. Seit genau einem Jahr stehen die beiden Blitzer an der Bundesstraße 252 bei Rhoden. Die Bilanz: 12.300 Mal haben die Geschwindigkeitsmesser in diesen zwölf Monaten ausgelöst.

Seit Jahren ist der Abzweig von der Bundesstraße in Richtung Wrexen ein Unfallschwerpunkt, 70 Stundenkilometer schnell darf dort gefahren werden. Um zu überprüfen, ob sich dort und kurz vor den Auffahrten zur Autobahn 44 alle an diese Vorgabe halten und um für noch mehr Sicherheit zu sorgen, wurden im vergangenen Dezember die beiden stationären Blitzer aufgestellt.

Gefährlicher Knotenpunkt

12.300 Geschwindigkeitssünder wurden damit bislang erfasst. Anhand dieser Zahl erkenne man, wie wichtig es war, aktiv zu werden, sagt Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder. Der Unfallschwerpunkt habe sich unter anderem aus dem damaligen Ausbau ohne Kreisellösung ergeben, das sei keine optimale Lösung gewesen. „Die Situation ist unbefriedigend“, sagt er. Der Kreuzungsbereich sei ein echtes Problem.

Dass durch die Blitzer niemandem Geld aus der Tasche gezogen werden soll, betont Elmar Schröder auch. Wie viel Geld im vergangenen Jahr durch die Messgeräte eingenommen wurde, möchten aber weder die Stadt Diemelstadt, noch die Stadt Bad Arolsen sagen, die die Nordwaldecker Blitzer koordiniert.

Vorrangig für die Diemelstadt ist es, den Gefahrenbereich an der Kreuzung zu entschärfen. Wie das noch funktionieren kann, wurde in diesem Jahr vom Ingenieur-Büro Oppermann aus Vellmar untersucht. Verschiedene Varianten für den Kreuzungsbereich zur Wrexer Straße wurden erstellt und analysiert. Auch in Zukunft wird Handlungsbedarf an diesem gefährlichen Knotenpunkt gesehen, sagt der Diemelstädter Bürgermeister.

Gespräche hierzu wird es im kommenden Jahr mit Hessen Mobil und auch mit dem Land Hessen geben. Dies geschehe auch im Hinblick auf die Anbindung des möglichen Gewerbeparks Steinmühle, so Bürgermeister Schröder.

Rund 6000 Fahrzeuge sind täglich an dieser Stelle der Bundesstraße unterwegs, so eine Zählung von 2010 von Hessen Mobil.

Gemeinsamer Bezirk

Die vier Kommunen Diemelstadt, Volkmarsen, Bad Arolsen und Twistetal bilden zusammen einen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk. Die Stadt Bad Arolsen übernimmt alle administrativen Ausgaben, die Kosten werden unter den Kommunen aufgeteilt. Einnahmen, die durch Blitzer generiert werden, werden nach Abzug von Personal- und Sachkosten unter den Kommunen aufgeteilt.

Von Julia Renner

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