Diemelstadt: Sattelzug ausgebrannt, 400.000 Euro Schaden

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Am Mittwochmorgen brannte ein Lastwagen in der Feldgemarkung zwischen Rhoden und Wrexen: Der 31-jähriger Fahrer wurde leicht verletzt.

Diemelstadt. Vollständig ausgebrannt ist am frühen Mittwochmorgen ein Sattelzug, dessen Fahrer sich in der Feldgemarkung zwischen Rhoden und Wrexen festgefahren hatte.

Beim Versuch, den Auflieger aus dem Graben zu ziehen, fing ein Reifen der Zugmaschine Feuer, der Brand griff auf das gesamte Gespann über. Schaden: 400.000 Euro.

Der 31 Jahre alte Fahrer aus den Niederlanden wurde mit einem Schock und Unterkühlung sowie mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus nach Marsberg eingeliefert. Der Fahrer einer Spedition aus Niedersachsen hatte nach Angaben von Feuerwehr und Polizei für seine vorgeschriebene Ruhezeit einen freien Parkplatz gesucht, weil die Stellflächen an der Autobahn belegt waren.

Auf der Suche war der Niederländer seinem Navigationssystem gefolgt. Das Gerät lotste ihn in die Straße Steinmühle zwischen Rhoden und Wrexen - was eigentlich nur ein Wirtschaftsweg ist. In einer Kurve geriet der Auflieger des neuwertigen Gespanns in der Dunkelheit in den Graben. Der Fahrer versuchte, sich aus eigener Kraft zu befreien - dabei drehte die Antriebsachse der Sattelzugmaschine durch. Auf dem Asphalt lief ein Reifen so heiß, dass er schließlich Feuer fing.

Im Einsatz waren die Wehren aus Rhoden und Wrexen.

Nach vergeblichen Versuchen, den Brand selbst mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen, wählte der geschockte Fahrer gegen 2.30 Uhr den Notruf. Gleichzeitig gingen auch Anrufe von der Autobahn an - dort hatten mehrere Verkehrsteilnehmer einen Feuerschein wahrgenommen und Alarm geschlagen.

Die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen rückten mit 30 Einsatzkräften zur Brandstelle aus. Diese lag in unmittelbarer Nähe zu einem Bauernhof, an dem kürzlich ein Brandstifter mehrfach zugeschlagen hatte. Der erste Gedanke, dort könne es erneut brennen, zerschlug sich aber rasch. Stattdessen hatten die Feuerwehrleute eine ganz andere Befürchtung: Weil auf der Ladefläche des brennenden Lastwagens zwei Fässer mit unbekanntem Inhalt standen, gingen die Einsatzkräfte zunächst von Gefahrgut aus. Dies war aber nicht der Fall. "Wir wissen aber trotzdem noch immer nicht, was genau der Sattelzug geladen hat", sagte am Morgen der Dienstgruppenleiter der Bad Arolser Polizeistation. Es sei lediglich bekannt, dass es sich um sogenanntes Stückgut handele.

Unter Atemschutz und mit Schwerschaum löschten die Einsatzkräfte schließlich den Brand - der Sattelzug samt Ladung wurde aber trotz des umfassenden Einsatzes vollständig zerstört. Deswegen dürfte sich auch die Bergung bei Tage schwierig gestalten.

www.112-magazin.de

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