Diemelstädter Bürgermeister Elmar Schröder zieht Halbzeitbilanz

Fühlt sich gut in seinem Amt: Bürgermeister Elmar Schröder.

Rhoden. Eine positive Halbzeitbilanz zog der Diemelstädter Bürgermeister Elmar Schröder, der auch in 2017 wieder kandidieren möchte.

Bis dahin hat der Rathauschef mit der Breitbandversorgung, maroden Wasserleitungen und dem Abwassersofortprogramm noch drei richtig teure Infrastrukturprobleme vor der Brust. Mit dem Schloss und dem neuen Rewe-Markt ist er hingegen vor drei Jahren sofort eingestiegen und kann gute Ergebnisse vorweisen.

„Das ist mein Ding hier“, sagt Schröder nach drei Jahren, obwohl er sich anfangs gefragt hat, ob so eine kleine Verwaltung im Gegensatz zu seinem früheren Arbeitgeber der Stadt Paderborn mit 16 000 Mitarbeitern das Richtige sei. Karneval und Schützenfeste kennt er auch schon aus seinem Heimatort Erlinghausen knapp hinter der westfälischen Grenze. War es anfangs ein Knackpunkt im Wahlkampf, dass Schröder nicht bereit war, nach Rhoden zu ziehen, hat es sich inzwischen als Vorteil herausgestellt, dass er von außen einen neutralen Blick auf alle neun Ortsteile wirft.

Zu seinem Amtsbeginn war die Stimmung in der Diemelstadt recht schlecht, das Schloss stand leer, der Rewe wollte schließen, das zehn Millionen Euro teure Abwassersofortprogramm stand an und die vollen Kindergärten mussten bereits ersten Eltern absagen. Doch seitdem hat sich einiges zum Positiven gewendet.

Kampf um gute Köpfe

Schröder, dessen Lieblingsfach strategisches Management war, hat gemeinsam mit seinem Team der Verwaltung, aber auch der politischen Gremien einiges bewegt. Der Slogan „familienfreundlich und wirtschaftsstark“ ist mit Leben erfüllt, der U3-Ausbau läuft in beiden Kindergärten und auch wenn das Gewerbegebiet Wrexer Teich erst einmal zurückgestellt wurde, zeichnet sich trotzdem eine positive wirtschaftliche Entwicklung ab.

Die Diemelstadt hat den Kampf um gute Köpfe aufgenommen, erst kürzlich wurde in einer Zukunftswerkstatt viel Wissen zusammengetragen, was es nun zum Vorteil der Nordwaldecker Kommune umzusetzen gilt. „Wir haben keine Infrastruktur für den Tourismus wie Bad Arolsen oder Willingen, aber wir haben den Autobahnanschluss als Wirtschaftsfaktor“, so Schröder, und den gelte es auszubauen. Die neue Autobahnabfahrt Marsberg habe sich als richtig herausgestellt.

Schröder, der ein gutes Netzwerk nach Wiesbaden und Berlin pflegt, lebt selbst gerne auf dem Land und strebt auch eine weitere Amtsperiode in Diemelstadt an. Er, der im Jahr 2017 runde 50 Jahre alt wird und Silberhochzeit feiert, empfände eine erneute Wahl im Herbst 2017 als Krönung des Jahres.

Schon heute sagt er mit Bestimmtheit, dass die Lebensqualität in Diemelstadt gut sei, auch wenn die vier ausgeglichenen Haushalte, die er zu verantworten hat, immer auch Einschnitte mit sich bringen. (zhs) Foto: zhs

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