Ingenieure empfehlen Neubau in kommenden Jahren

A44-Brücken: Trotz Sieben-Millionen-Sanierung muss neu gebaut werden

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Brückenbau-Projektleiter Franz Fischer und der Leiter der Autobahnniederlassung Hamm, Dieter Reppenhorst, erläutern den Zustand der Autobahnbrücke über die Diemel und ihren Lösungsansatz.

Diemelstadt. Trotz der sieben Millionen Euro, die die Sanierung der drei Autobahnbrücken im westfälisch-waldeckischen Grenzgebiet im Bereich der Diemel gekostet hat, scheint ein Neubau unausweichlich.

Wenn am 23. November und 12. Dezember die Fahrspuren wieder für den Verkehr freigegeben werden, steht schon fest, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre ein kompletter Neubau nötig ist.

Über Art und Umfang des Neubaus kann heute noch keine seriöse Vorhersage gemacht werden. Aus Ingenieurssicht sinnvoll und wahrscheinlich auch am wirtschaftlichsten wäre jedoch der komplette Neubau der sechs Teilbrücken über die Orpe, die Diemel und die Bundesstraße 7 mit parallel verlaufenden Gleisanlagen. – Ein gigantisches Unterfangen, das leicht 30 Millionen Euro kosten und Einschränkungen für den Autobahnverkehr auf der wichtigen Ost-West-Achse im Verlauf der A44 für vier Jahre bedeuten könnte.

Im Laufe der jetzt zu Ende gehenden Sanierungsarbeiten war den Baufachleuten im Juni aufgefallen, dass sich der Beton am tiefsten Punkt der Diemelbrücke in Fahrtrichtung Kassel deutlich leichter mit Wasserdruck beseitigen ließ als angenommen. Der Beton erwies sich als besonders porös, was wiederum Folgen für den innen liegenden Spannstahl hatte. Die Fachingenieure waren alarmiert: Anfang der 70er- Jahre war hier spannungsrissgefährdeter Spannstahl verbaut worden, der offenbar nicht korrekt gegen Korrosion gesichert worden war.

Dieser Stahl kann jederzeit ohne Vorankündigung reißen. Deshalb wurden sofort weitergehende Untersuchungen auch auf der Gegenfahrbahn angeordnet. Die dazu nötigen Fahrbahnsperrungen führten zu mehreren folgenschweren Unfällen. Inzwischen steht fest, dass die Schäden am Spannstahl örtlich begrenzt sind. An dieser Stelle gilt künftig ein Lkw-Überholverbot.

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