Anna Elisabeth und Volkhardt Ehl feiern Eiserne Hochzeit

Unzertrennlich und seit Jahrzehnten füreinander da: Anna Elisabeth und Volkhardt Ehl . Foto:  Senzel

Bad Wildungen. Der ehemalige Korbacher Schulrat Volkhard Ehl und seine Ehefrau Anna Elisabeth Ehl (geb. Krug) feiern das Fest der Eisernen Hochzeit. Vor 65 Jahren haben sie geheiratet.

Anna Elisabeth Krug wurde 1926 auf Hof Heydstadt in Grifte als Bauerntochter geboren. Volkhardt Ehl kam im gleichen Jahr in Ulfen (Werra-Meißner-Kreis) zur Welt. Nach seiner Heimkehr aus Kriegsgefangenschaft lebte Ehl in Dissen, wo sein Vater Lehrer war, und Anna Elisabeth Krug auf dem Bauernhof ihrer Eltern.

Während einer Busfahrt nach Kassel – Anna Elisabeth wollte eine Freundin besuchen und Volkhardt fuhr in die Schule, wo er sein Abitur nachholte – sahen sich die beiden jeweils vom anderen unbemerkt zum ersten Mal. Ihm fiel das hübsche, dunkelhaarige Mädchen auf und sie dachte, „der könnte Dir gefallen.“

Dann begegneten sich die beiden jungen Leute immer wieder auf einer der damals üblichen Wochenend-Tanzveranstaltungen bei Foxtrott, Tango und Walzer, und schon bald lernten sich die Bauerntochter auf Grifte und der Lehrersohn aus Dissen näher kennen und sich zu vertrauen. Sie verliebten sich ineinander.

Die Verlobung fand 1948 statt. Und trotz existentieller, finanzieller und gesundheitlicher Sorgen und räumlicher Trennung – Volkhardt Ehl war zur Ausbildung in Weilburg – hielt das Paar durch und heiratete 1949. Ein Jahr später wurde Sohn Holger geboren, 1952 folgte Tochter Ulrike. So gerne hätte der Brautvater sich gewünscht, dass sein Schwiegersohn gemeinsam mit seiner Tochter den großen Hof übernommen hätte, doch Ehl hatte sich für die pädagogische Laufbahn entschieden.

Seine erste Lehrerstelle trat er 1951 in Besse an und dann ging es bald schnell weiter hoch auf der beruflichen Karriereleiter bis zum Schulrat und zum Schulamtsdirektor in Korbach. Häufige Umzüge wurden notwendig, die vor allem von der Ehefrau „gemanagt“ werden mussten, die sich als Ehefrau, Hausfrau, Mutter und Gastgeberin nicht nur um die Familie kümmerte, sondern ihrem Mann auch stets den Rücken frei hielt. Die vielen Wohnungswechsel, die mit dem Einzug in ihr 1972 erbautes Haus in Bad Wildungen ein Ende fanden, empfanden die Ehls immer nach Hermann Hesse Wort aus dessen Gedicht „Stufen“: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne….“ Volkhardt Ehl: „Und diesen Zauber vermochte meine Frau immer wieder neu für die Familie zu entfalten, sie war Anker und Motor zugleich. Sie motivierte, beriet mit fraulicher Intuition, ermunterte mit heiterer Grundstimmung und großem Herzen die Familie und unterstützte mich immer wieder auch in meinem Beruf.“ Auch und gerade, wenn es zum Beispiel um die Förderung hilfsbedürftiger Kinder ging, stets ein besonderes Anliegen von Volkhardt Ehl, der sich sicher ist: „Ohne meine Frau hätte ich das alles nicht geschafft.“

Gerne sahen sich „die Ehls“ in der Welt um und durchquerten mit Zelt, Wohnwagen und Schiff ganz Europa und waren im „Ruhestand“ auf Reisen und Segeltörns auf allen fünf Erdteilen unterwegs. Ehl war Skipper mit allen Segelpatenten und begeisterte als Ausbilder und Prüfer junge Menschen für den Segelsport. Von den Reisen Hat Ehl in vielen Berichten in Zeitschriften, Büchern und im Rundfunk berichtet.

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