Eder-Bike-Tour am 14. Juni - Neue Karte für Eder-Radweg

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Im Schnee vor dem Dodenauer Radweg-Tunnel: (von links) Silvia Henk (Geschäftsführerin Ederbergland-Touristik), Gabriele Garthe (Tourist-Service Waldeck-Ederbergland), Claus Günther (Geschäftsführer Edersee-Touristic) und Klaus Dieter Brandstetter (Geschäftsführer Tourist-Service Waldeck-Ederbergland) präsentieren die neue Karte für den Eder-Radweg.

Waldeck-Frankenberg. Nachdem die Eder-Bike-Tour 2014 ohne Siegen-Wittgenstein stattfand und vor allem eine Sternfahrt zum Jubiläum „100 Jahre Edersee“ nach Hemfurth war, soll der Rad-Aktionstag in diesem Jahr wieder auf der üblichen 140 Kilometer langen Strecke des Eder-Radweges zwischen Erndtebrück und Fritzlar stattfinden. Termin ist Sonntag, 14. Juni.

Dies haben der Tourist-Service Waldeck-Ederbergland und die Edersee-Touristic am Freitag bei der Vorstellung der neuen Radwege-Karte für den Eder-Radweg bekanntgegeben. Der Übersichtsfaltplan wurde zum ersten Mal seit gut zehn Jahren überarbeitet herausgegeben. In ihm ist erstmals auch der Lückenschluss zwischen Hatzfeld und Dodenau enthalten.

Auf dem Weg zum Pressefoto am Tunnel des Eder-Radweges bei Dodenau war nicht unbedingt an Radfahren zu denken: Die Geschäftsführer Silvia Henk (Ederbergland-Touristik), Claus Günther (Edersee-Touristic) und Klaus Dieter Brandstetter (Tourist-Service Waldeck-Ederbergland) sowie Mitarbeiterin Gabriele Garthe (Waldeck-Ederbergland) mussten sich durch schuhsohlen-hohen Schnee kämpfen.

Mit dem, was sie mitgebracht hatten, wollen sie aber schon jetzt Lust aufs Radfahren ab dem Frühjahr machen: Für den 185 Kilometer langen Eder-Radweg haben die Tourismus-Verbände eine neue Karte herausgebracht, die nicht nur den Streckenverlauf zwischen der Ederquelle bei Lützel in Siegen-Wittgenstein und der Mündung in die Fulda im Schwalm-Eder-Kreis darstellt, sondern auch über Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke informiert.

„Wir haben ein Jahr an dem Faltplan gearbeitet, der letzte war von 2005“, sagt Gabriele Garthe. Für eine Neuauflage gab es zwei Gründe, wie Klaus Dieter Brandstetter erläutert: Zum einen ist die endgültige Routenführung nun fertig - mit dem Lückenschluss im Oberen Edertal - zum anderen bestehe nun die Möglichkeit, den Radweg durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club zertifiziert zu bekommen. „Mit der Zertifizierung lässt sich der Weg besser vermarkten“, sagt Brandstetter.

Dazu müssten aber noch „zwei, drei Problemstellen“ angegangen werden, etwa ungebundener Fahrbahnbelag zwischen Viermünden und Herzhausen sowie die Beschilderung, die auf den 185 Kilometern nicht einheitlich sei.

Brandstetter rechnet damit, dass die Zertifizierung rund 170 000 Euro kostet. Für den gesamten Radweg. Ein Großteil soll über das EU-Förderprogramm Leader finanziert werden. Die Anträge dazu werden in den einzelnen Leader-Regionen gestellt, zum Beispiel in Burgwald-Ederbergland und Kellerwald-Edersee. Den Eigenanteil, an dem über die Tourismus-Verbände auch die Kommunen beteiligt sind, schätzt Klaus Dieter Brandstetter auf 25 bis 40 Prozent. „Ein überschaubarer Betrag“, sagt er.

Die Beschilderung und die Qualität des Eder-Radweges würden sich schon mit der neuen Geo-Radroute verbessern, die Ederbergland, Edersee, Upland und Sauerland verbinden und im Mai eröffnet werden soll. Denn diese Route führt zum Teil über den Eder-Radweg. „Wenn wir am Markt mitspielen wollen, sollten wir die Zertifizierung angehen“, sagte Günther.

Die neue Rad-Karte ist kostenlos bei den Tourismus-Büros entlang der Eder erhältlich.

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