58-Jähriger ertrinkt beim Baden im Edersee

Waldeck. Ein 58-jähriger Mann aus Eschenburg ist am späten Mittwochnachmittag aus bislang ungeklärter Ursache beim Baden im Edersee ertrunken. Der Mann war mit Freunden vom Steg der Steggemeinschaft Loreley am Westufer der Halbinsel Scheid ins Wasser gestiegen und plötzlich untergegangen.

Bekannte alarmierten sofort die Rettungskräfte, die wenig später mit einem Großaufgebot am See eintrafen. Taucher der DLRG machten sich sofort auf die Suche nach dem Mann. Sie entdeckten ihn nach Darstellung der Wasserschutzpolizei um 18.50 Uhr in dem an dieser Stelle knapp 13 Meter tiefen See und bargen ihn aus dem Wasser. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Der Schock steht den Mitgliedern der Steggemeinschaft Loreley am Westufer der Halbinsel Scheid noch ins Gesicht geschrieben. Sie haben kurz zuvor miterleben müssen, wie einer ihrer Freunde beim Baden im Edersee plötzlich unterging und nicht mehr auftauchte. „Ich kann das noch immer nicht begreifen“, sagt Linda Fiedel, Ehefrau des Vorsitzenden der Steggemeinschaft.

Gegen 17.20 Uhr war der Mann, ein 58-Jähriger aus Eschenburg im Lahn-Dill-Kreis, der auf dem Campingplatz Pferdeköppel auf Scheid einen Wohnwagen hat, zum Baden vom Steg aus ins Wasser gestiegen. „Wir haben uns noch unterhalten. Er schwärmte vom tollen Wasserstand – doch und mitten im Satz war er plötzlich weg“, erinnert sich Helga Rump, die mit ihm im Wasser war. Linda Fiedel alarmierte sofort die Rettungskräfte. Die Feuerwehren aus Nieder-Werbe, Waldeck und Sachsenhausen rückten mit 45 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen nach Scheid aus. Die DLRG Waldeck und Fürstental schickte drei Boote nach Scheid.

Suche nach Schwimmer im Edersee

Suche nach Schwimmer im Edersee
 © Schade
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 © HessennewsTV
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Ferner waren der Promedica-Rettungsdienst, ein Notarzt aus Bad Arolsen und die First Responder der Johanniter Unfallhilfe im Einsatz. Taucher der DLRG vom Edersee unter Leitung von Bernhard Siemon sowie der DLRG Bad Arolsen unter Leitung von Ulf Stracke machten sich in wechselnden Tauchgängen auf die Suche nach dem Mann. Sie entdeckten ihm um 18.50 Uhr in 13 Meter Tiefe. Er wurde auf die Steganlage gebracht. Bemühungen der Rettungskräfte, ihn zu reanimieren, blieben aber erfolglos.

Pfarrer Werner Hohmeister aus Nieder-Werbe kümmerte sich als Notfallseelsorger um die Familie. Die Kriminalpolizei und die Wasserschutzpolizei nahmen noch am Abend weitere Ermittlungen auf. Ob es eine Obduktion des Mannes gibt, wird nach Auskunft von Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei die Staatsanwaltschaft entscheiden. (sch)

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