Zwischen Terrassenhotel „Ederseeblick“ und dem Abzweig Waldeck-West

Edersee: Weiter Sperrungen der Randstraße - Expertenteam begutachtet geschädigte Bäume

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Vorgezogen: Statt zwischen Waldeck-West und Nieder-Werbe, wie angekündigt, begannen die Arbeiten gestern in der Gegenrichtung, hier am Abzweig Waldeck. Am Freitag war noch nicht die Rede davon gewesen.

Edersee-Randstraße: Die Straße ist wegen absterbender Buchen nicht mehr verkehrssicher. Ein Expertenteam untersucht die geschädigten Bäume.

Update vom 18.10.2019, 17.41 Uhr -

Bei den Baumfällarbeiten an der Edersee-Randstraße hat ein Expertenteam seine Arbeit aufgenommen. Es ist dabei, die Bäume einzeln zu begutachten. Das teilt Marco Lingemann von Hessen-Mobil in einer gemeinsamen Presseerklärung mit Hessen-Forst mit.

Am Dienstag haben Hessen-Forst, Nationalpark Kellerwald-Edersee, Obere Naturschutzbehörde und Hessen Mobil das Expertenteam zusammengestellt. Nach der Begutachtung der Bäume werde entschieden, welche Maßnahmen notwendig sind. 

Edersee-Randstraße: Verkehrssicherheit soll gewährleistet werden

Es gehe darum, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und den Eingriff in den ökologisch bedeutsamen Lebensraum so gering wie möglich zu halten. Die Edersee-Steilhänge sind im Hinblick auf den Arten- und Biotopschutz von überregional herausragender Bedeutung.

Kranke Buchen gefällt: Bei den Baumfällarbeiten an der Edersee-Randstraße hat jetzt ein Expertenteam seine Arbeit aufgenommen.

Weiter Sperrung zwischen Terrassenhotel „Ederseeblick“ und dem Abzweig Waldeck-West

Wie berichtet, leidet der Baumbestand dort unter erheblichen Trocknisschäden. Entlang der Edersee-Randstraße (L 3086) besteht hohe Gefahr durch Astbruch an geschwächten Buchen. Aufgrund der Arbeiten in den Edersee-Steilhängen ist die L 3086 zwischen dem Terrassenhotel „Ederseeblick“ und dem Abzweig Waldeck-West bis auf weiteres voll gesperrt. Ebenso bleibt das Teilstück der L 3086 zwischen Nieder-Werbe bis vor den touristischen Einrichtungen in Waldeck-West bis auf weiteres gesperrt.

Die Zufahrt nach Waldeck-West über die L 3256 aus Richtung Waldeck bleibt frei. Die Ostseite der Edertalsperre ist über die Zufahrt aus Richtung Affoldern erreichbar.

Meldung vom 1.10.2019: Edersee: Gesamte Randstraße gesperrt - Ausmaß des Buchen-Desasters nicht abzusehen

Kronen könnten herausbrechen oder Bäume gleich umstürzen. Das teilte André Schulenberg von Hessen-Forst am Montag als Ergebnis weiterer intensiver Kontrollen mit. 

Konsequenz: neue Sperrungen. HessenForst und HessenMobil raten eindringlich allen, die Verbote zu beachten, „denn es besteht Lebensgefahr: für Fußgänger, Radfahrer, motorisierten Verkehr“, unterstreicht Schulenberg.

Der seit Freitag still gelegte Abschnitt zwischen Waldeck-West und Nieder-Werbe bleibe bis auf Weiteres gesperrt, „doch dort werden wir noch nicht aktiv“, erläutert er. Stattdessen ließen die Behörden gestern erst einmal woanders fällen: zwischen dem Abzweig Waldeck und der Sperrmauer und das mit Rücksicht auf die Interessen der Gewerbebetriebe im Umfeld.

Edersee Randstraße zwischen Waldeck-West und Nieder-Werbe - Hessen Forst regelt den Verkehr

Die Arbeiten an diesem Teil der Straße gehen am Dienstag weiter. Voll gesperrt wird sie hier nicht, sondern die Mitarbeiter von Hessen Mobil regeln den Verkehr. Autofahrer müssen sich auf Wartezeiten einrichten, wenn der Bagger etwa für einen Moment die gesamte Fahrbahnbreite für seine Arbeit benötigt.

Parallel wurde am Montag die Randstraße zwischen der Sperrmauer und der Ampelanlage Hemfurth-Edersee dicht gemacht. Die beauftragte Firma rückt den kaputten Bäumen dort voraussichtlich ab Dienstag bis einschließlich 9. Oktober zu Leibe.

Das gesamte Ausmaß des Buchen-Desasters ist derzeit noch nicht einschätzbar

Das gesamte Ausmaß des Desasters, die Dauer der Aktionen, die Zahl der zu fällenden Bäume – nichts davon sei momentan seriös abzuschätzen, sagt André Schulenberg. Einrichten müssen sich alle Edersee-Fans darauf, dass vergleichbare Aktionen über Jahre hinweg immer wieder nötig sind.

Der Aufwand ist gewaltig. „Viele Schäden erkennt man aus der Ferne nicht. Man muss sich jeden Baum einzeln ansehen “, erklärt der Förster.

Herausnehmen der sterbenden Bäume in dem teils unwegsamen Gelände ist gefährlich

Und das in einem über weite Strecken mehr als unwegsamen Gelände. Diese äußeren Umstände machen das Herausnehmen der absterbenden Bäume zu einem gefährlichen Unterfangen. Eine gründliche Recherche zu technischen Geräten, die das Risiko für die Arbeitstrupps kalkulierbar halten, ist unerlässlich.

„Die größten Bauchschmerzen bereitet uns die Buche, denn die Pilze zersetzen ihr relativ weiches Kernholz sehr schnell“, erläutert Schulenberg. Die Eiche verfüge über härteres Kernholz, sodass die Angreifer größere Mühe hätten. Das erhöht die Chancen des Baumes.

Doch wer weiß, wie lange diese Einschätzung gültig bleibt? Noch vor zwei Jahren glaubte man, die Buche komme recht gut klar mit der Klima-Erwärmung, jedenfalls deutlich besser als die Nadelbäume der Region.

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