Zeugin: "Plötzlich sah ich etwas im Wasser treiben"

73-Jähriger aus Kassel tot aus Edersee geborgen

Ein 73-jähriger Mann aus Kassel ist vermutlich beim Baden im Edersee ums Leben gekommen. Eine Wassersportlerin entdeckte die Leiche an einem Steg im Yachthafen Rehbach. 

Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach Auskunft der Polizei nicht.

Der Mann war am Samstag vor zwei Wochen, 4. Juli, letztmalig gesehen worden. Gegen 11 Uhr war er von seinem Boot aus im Yachthafen schwimmen gegangen ist. Seit diesem Zeitpunkt war der Mann verschwunden.

Am Montag darauf wurde der Mann nach Auskunft der Wasserschutzpolizei als vermisst gemeldet. Die Polizei startete sofort eine Suchaktion, an der sich am Folgetag auch Taucher der Bereitschaftspolizei aus Mühlheim beteiligten. Doch die Suche blieb ohne Ergebnis.

„Wir haben diesen Bereich jeden Tag mit unserem Boot abgesucht“, berichtete Gerd Paulus, Leiter der Wasserschutzpolizei am Edersee. Doch der Mann blieb bis Donnerstag unauffindbar.

Aktualisiert um 14.20 Uhr

Am Donnerstagnachmittag wurde aus der Vermutung Gewissheit: Die Frau, die die Leiche entdeckte, fuhr mit einem kleinen Elektroboot zwischen den Stegen am Hafen von Rehbach. „Plötzlich sah ich etwas im Wasser treiben und erkannte, dass es sich um einen menschlichen Körper handelte. Ich war geschockt“, berichtete sie gegenüber der HNA.

Die Frau rief wiederholt laut um Hilfe. Schließlich wurden Personen auf den Stegen und am Ufer auf ihre Rufe aufmerksam und verständigten sofort die Polizei, Die Leiche wurde von einem Boot der Wasserschutzpolizei aus geborgen.

Ob der Mann aus Kassel im Edersee ertrunken ist oder aber aus gesundheitlichen Gründen verstarb, steht noch nicht fest. Nach Auskunft der Polizei wird derzeit mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen, ob eventuell eine Obduktion des Toten angeordnet wird. 

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