Polizei ermittelt

Badeunfall im Edersee: 25-Jähriger konnte vermutlich nicht schwimmen

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Nieder-Werbe. Nach dem Badeunfall im Edersee am Sonntag, bei dem ein Mann aus dem Irak ums Leben gekommen ist, geht die Polizei davon aus, dass der 25-Jährige nicht schwimmen konnte.

Der 25-Jährige und zwei Begleiter waren laut Polizei zum Edersee gekommen, um in der Nieder-Werber Bucht zu schwimmen.

Aktualisiert um 15.40 Uhr

Obwohl der junge Iraker, der in einem Waldecker Stadtteil lebte, nach Angaben der Polizei vermutlich nicht schwimmen konnte, gingen er und ein weiterer Mann unweit der Ederseerandstraße ins Wasser. Der Asylbewerber sei dann plötzlich untergegangen, habe noch einmal mit den Armen geschlagen und sei dann endgültig untergegangen.

Einer der Begleiter lief daraufhin gegen 17.40 Uhr den Abhang zur Straße hinauf, rief um Hilfe und stoppte das Auto eines Ehepaars aus Südhessen. Die Autoinsassen setzten umgehend den Notruf ab, woraufhin Wasserschutzpolizei, die DLRG, die First Responder der Johanniter, der Wildunger Notarzt und die Besatzung eines promedica-Rettungswagens aus Sachsenhausen alarmiert wurden. Wenig später wurde zusätzlich die Feuerwehr aus Nieder-Werbe hinzugerufen.

Taucher der DLRG fanden den leblosen Mann schließlich in einer Tiefe von 2,90 Meter, etwa sechs Meter vom Ufer entfernt. Alle Reanimationsversuche scheiterten. Feuerwehrleute trugen den Leichnam den steilen Abhang hinauf. Mindestens einer der Begleiter erlitt einen Schock und wurde von den Rettungskräften behandelt.

Die Kriminalpolizei übernahm an der Unglücksstelle die Ermittlungen. Hinweise darauf, dass ein Fremdverschulden vorliegt, hätten sich bisher nicht ergeben. Um die Todesursache zu klären, soll die Leiche des 25-Jährigen untersucht werden. Unklar war zunächst, wann die Obduktion stattfinden soll.

Während des Einsatzes blieb die Ederseerandstraße an dieser Stelle halbseitig gesperrt. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und ließ die Fahrzeuge wechselseitig passieren.

www.112-magazin.de

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