Edersee-Atlantis: Kommunen lassen sich Marke schützen

+
Die Alte Aseler Brücke: Um das Edersee-Atlantis selbst vermarkten zu können, haben sich die Edersee-Kommunen das Markenrecht gesichert

Vöhl. Bei der Vermarktung des „Edersee-Atlantis" wollen die Kommunen Vöhl, Edertal und Waldeck künftig gemeinsame Wege gehen. Das bekräftigen die Bürgermeister Matthias Stappert (Vöhl) und Klaus Gier (Edertal).

Auch Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann schließe sich dem Bestreben an, er konnte aus terminlichen Gründen aber nicht zum Pressegespräch kommen.

Die Marke „Edersee-Atlantis“ hat die Gemeinde Vöhl in Zusammenarbeit mit den Kommunen Edertal und Waldeck nun geschützt. Die Urkunde präsentieren Ideengeber Gertmann Sude, Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert und Edertals Bürgermeister Klaus Gier. Foto:  Demski

Der erste Schritt ist getan: „Wir haben uns die Marke ‘Edersee-Atlantis’ gesichert“, erklärte Matthias Stappert. So soll verhindert werden, dass sich findige Geschäftsleute von außerhalb die Marke sichern und Geld damit machen. Das Interesse sei im Sommer sehr groß gewesen, Domains im Internet waren schnell vergriffen.

Mehr zum Edersee gibt es im Regio-Wiki. 

Damals hatte Gertmann Sude aus Dorfitter den Vöhler Bürgermeister darauf hingewiesen, die Marke „Edersee-Atlantis“ zu schützen. Die Anregung nahm der Bürgermeister auf und stellte Kontakt zu den beiden Amtskollegen am Edersee her. „Wir haben ganz perspektivisch Vorsorge getroffen“, erklärte Klaus Gier.

Nun wollen die Kommunen konkreter werden und gemeinschaftlich Ideen entwickeln. „Dafür brauchen wir die Gemeindevertretungen“, ergänzte Gier. Wie diese Ideen aussehen könnten, ist noch offen.

Mit der Marke, die das Marken- und Patentamt vergibt, dürfen nun nur noch die Kommunen den dem Begriff „Edersee-Atlantis“ verwenden - etwa bei Werbeartikeln. „So könnten wir ein bisschen Geld einnehmen und das Atlantis noch bekannter machen“, erhofft sich Sude.

Nicht nur die Menschen in Asel hatten sich in den vergangenen Jahren zuweilen beklagt, weil es kein gemeinschaftliches Werbe-Konzept gegeben hatte. Ein erster Versuch, ein solches auf den Weg zu bringen, war am Ende gescheitert. Die Gemeindevertretungen in Edertal und Waldeck hatten die Konzeptentwicklung hinsichtlich der leeren Kassen für zu teuer befunden. Deswegen hatten etwa die Aseler die Sache selbst in die Hand genommen und auf die Besucherströme reagiert.

Auch Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert räumte ein: „Bisher haben wir immer nur auf das Atlantis reagiert. Wir müssen jetzt darüber nachdenken, wie wir den leeren See gemeinsam besser vermarkten können.“ Unterdessen erinnert Klaus Gier, dass die Gemeinde Edertal auch in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in diesem Bereich zu Verfügung gestellt habe.

„So könnten wir ein bisschen Geld einnehmen und das Atlantis noch bekannter machen.“

Auch Gastronomie und Gewerbetreibenden will Gier in die Pflicht nehmen. „Die Vermarktung kann ja nicht allein Aufgabe der Kommune sein“, sagt Gier, „wir müssen gemeinsam aus der Not eine Tugend machen.“ (resa)

Lesen Sie dazu auch:

Edersee-Atlantis: Bröckelnde Ruinen sichern

Klein-Atlantis am Edersee lockt Tausende

Mit der Drohne dem Edersee-Atlantis auf der Spur

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.