Einsatz für mehr Wasser in den Sommermonaten im Edersee

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Publikumsmagnet: der Edersee im Kreis Waldeck-Frankenberg.

Edersee. Die Wassersportgemeinschaft Edersee-Diemelsee (WSGE) kämpft weiter für mehr Wasser in den Sommermonaten in den heimischen Talsperren.

Sie tritt ein für eine noch frühere Absenkung der Wasserabgabe, weniger Schwertransporte und Schiffe mit geringem Tiefgang für die Oberweser. Vorsitzender Hans-Joachim Koltzsch sagte am Samstag in einer Veranstaltung der WSGE auf Scheid: „Hier ist auch die Politik gefordert. Von Atlantis können wir nicht leben.“

Den Akteuren am Edersee ist das Jahr 2015 noch bestens in Erinnerung. Nach Vollstau im Mai schrumpfte der Inhalt ab Juni kontinuierlich. Und dies, obwohl es im Sommer 2015 keine Schwertransporte gab. Am 7. Juli griff das Instrument der sogenannten Triggerlinie: Da der Talsperreninhalt einen aus 100 Jahre Edersee errechneten Mittelwert um 40 Millionen Kubikmeter unterschritt, wurde die Wasserabgabe gedrosselt, der Pegel in Hann. Münden von 1,2 auf 1,15 Meter abgesenkt.

„Wir sind zwei Monate im Sparmodus gefahren. So ist es uns gelungen, die Saison um zwei Wochen zu verlängern“, sagte Jiri Cemus vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden. Seiner Meinung nach hat der erstmals angewendete Kompromiss der Triggerline die Feuerprobe bestanden. Cemus: „Das ist für die Ederseeregion zwar noch nicht das Gelbe vom Ei, aber das Wasser bleibt etwas länger.“ Zum Wunsch der WSGE, die Wasserabgabe schon früher zu drosseln, meinte der Amtsvertreter, dass die Formel „40 Millionen unter Mittelwert“ ein Arbeitswert gewesen sei. „Darüber kann man diskutieren.“

Für die neue Saison wagte Cemus keine Prognose. „Die nächsten vier Wochen sollen wohl eher etwas trocken werden, wir stauen zurzeit etwas an.“ Fürs laufende Jahr sind bisher drei Schwertransporte auf der Oberweser angekündigt: einer im April und zwei im Herbst.

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