Fördergesellschaft will Raser am Edersee stoppen

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In Waldeck-Frankenberg gestrichelt, in Nordrhein-Westfalen durchgezogen – die Fördergesellschaft Edersee hält die Regelung im benachbarten Bundesland für die bessere Lösung.

Edersee. Illegale Motorradrennen am Edersee treiben seit Jahren Anrainer und Ordnungshüter um. Kradfahrer, die ihre heißen Öfen auf der Randstraße so richtig aufdrehen, sind stetes Ärgernis.

Behörden waren bislang machtlos. Das will die Fördergesellschaft Edersee so nicht hinnehmen und fordert Landrat Dr. Reinhard Kubat zum Handeln auf. „Der Parkplatz Teufelsgraben ist Start und Ziel für waghalsige Kurvenfahrten, die mit Helmkamera gefilmt und von Zeitnehmern gestoppt werden“, hat Vorsitzender Karl-Harald Hesselbein recherchiert. „Die Situation ist durch einen Blick ins Internet bei YouTube unter dem Link „Motorradrennen am Edersee“ selbsterklärend.“

Der ohrenbetäubende Lärm ist kilometerweit zu hören, schildert der Nieder-Werber in einem Schreiben an den Landrat. Verkehrsgefährdungen durch Raser seien an der Tagesordnung. Hesselbein: „Durch die Lärmbelästigung ist es nach Aussagen von Hoteliers zu massiven Beschwerden von Gästen und vorzeitigen Abreisen gekommen.“

Bisher sei es den damit befassten Behörden nicht gelungen, das Problem, das sich durch die stetig wachsende Anzahl rücksichtsloser Raser ständig verstärke, in den Griff zu kriegen. Die Fördergesellschaft drängt Landrat Kubat, im Rahmen der Gefahrenabwehr einzugreifen. Nach Auffassung der Gesellschaft sind zwingend verkehrsberuhigende Maßnahmen und häufige Verkehrsüberwachungen nötig. Dabei gehe es nicht darum, jeglichen Motorradtourismus aus der Ederseeregion zu verbannen, stellt der Vorsitzende klar. „Unser Bekenntnis lautet: Motorradfahrer ja, Raser nein!“

Die Fördergesellschaft diskutiere auch über weitere Maßnahmen, die allgemein zur Verkehrssicherheit auf der Ederseerandstraße beitragen können. „Ein geeignetes Mittel ist die durchgezogene weiße Linie.“ Auf diese Markierung setze beispielsweise das benachbarte Westfalen, um jegliches Überholen zu untersagen. Schilder mit Tempolimit oder Überholverbot, die am Edersee aufgestellt wurden, verschwanden wiederholt in Nacht-und-Nebel-Aktionen.

Neben Rasern hat die Fördergesellschaft auch Brummis auf der Agenda. Hesselbein: „Auch der Schwerlastverkehr auf der Randstraße bereitet uns Kopfzerbrechen.“ Im Fokus ist vor allem der Güternahverkehr, der die kurvenreiche Strecke am See als Abkürzung nutzt, anstatt auf Bundesstraßen auszuweichen. (höh)

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