Tage der Berghütte gezählt

Jausenstation auf dem Peterskopf droht Abriss

Die Jausenstation „Zur Berghütte“ (im Hintergrund) hat geschlossen: Wie es auf dem Peterskopf mit gastronomischen Angeboten weitergehen kann, darüber wird derzeit intensiv beraten. Foto:  nh

Hemfurth-Edersee. Der Edersee-Verkehrsverein wünscht sich den Fortbestand gastronomischer Angebote auf dem Peterskopf. Die Jausenstation „Zur Berghütte“ hat aber wegen Bauarbeiten und Vandalismusschäden geschlossen. Die Nationalparkverwaltung fordert den Abriss des Hauses bis Februar des kommenden Jahres.

„Unserem Verein und seinen Mitgliedern liegt die Jausenstation am Herzen. Es ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen, die diese einmalige Natur schätzen und wissen, welch unglaublichen Ausblick das Areal auf dem Berg bietet“, schreibt Vorsitzender Frederik Westemeier in einer E-Mail an Nationalparkleiter Manfred Bauer.

Den Verein würde der Stand der Dinge interessieren, und ob zum Saisonstart im kommenden Jahr gastronomische Angebote verfügbar sein werden, fragt Westmeier außerdem. Die Nationalparkverwaltung bittet Wanderer mit einem Schild am Zaun der Berghütte um Verständnis.

Während der Bauarbeiten zur Erhöhung der Dammkrone des Oberbeckens Waldeck II müsse die Jausenstation geschlossen bleiben. „Gerne werden wir Sie im nächsten Jahr bewirten“, steht auf dem Schild.

Nationalparkleiter Manfred Bauer spricht von einer schwierigen Gemengelage. Die Hütte sei auf dem Gelände des Kraftwerksbetreibers Eon errichtet worden, die Nationalparkverwaltung sei lediglich Pächter des Grundstücks.

„Eigentlich müsste die Jausenstation vom Betreiber wieder hergerichtet werden. Wir können es nicht, weil uns die Hütte nicht gehört.“ Ein Schreiben seiner Verwaltung an den Hüttenbetreiber habe bislang keine Reaktion ausgelöst und sei unbeantwortet geblieben, berichtet Manfred Bauer. Er habe vor 14 Tagen einen Brief von Hessen-Forst erhalten, bestätigt Thomas Cornelius auf Anfrage der HNA. Ihm sei gekündigt und mitgeteilt worden, dass die Berghütte bis Ende Februar abgerissen sein muss. „Ich würde gerne auf dem Peterskopf weitermachen“, sagt der Hütten-Betreiber.

Die Existenz des Kündigungsschreibens bestätigt Manfred Bauer. „Wir waren davon ausgegangen, dass die Hütte nach den gravierenden Vandalismusschäden nicht mehr reparabel ist.“ Unabhängig davon würden intensive Gespräche mit Edertals Bürgermeister Klaus Gier und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Harald Wieck geführt.

„Die CDU ist ebenfalls sehr an einer Lösung des Problems interessiert“, berichtet Bauer. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne er aber noch nichts sagen. „Ich bin selber gespannt, welche Lösung erzielt wird, denn auch wir sind an gastronomischen Angeboten auf dem Peterskopf interessiert.“

Von Uli Klein

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