Fachmann schaute genau hin

Inspektion der Sperrmauer: Keine Schäden am Edersee

Petri Heil: Uwe Nicolai mit einer Forelle, die beim Abfischen aus dem Tosbecken geholt wurde.

Hemfurth-Edersee. Das Überwachen, Instandhalten und Pflege der Sperrmauer und der Ufer des Edersees gehört zu ihrem Job: Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) inspizierten am Fuße der Talsperre das Tosbecken und eine so genannte Sammelrinne, die parallel vor der Sperrmauer verläuft.

„Es handelt sich um eine Bauwerksinspektion, die wir hier in regelmäßigen Abständen von sechs Jahren erledigen“, erklärte Björn Tauber vom Außenbezirk Edertal. Die eigentliche Kontrolle wurde am Nachmittag von einem Fachbereichs-Ingenieur aus dem Amt in Hann. Münden erledigt.

Früher Arbeitsbeginn

Der Arbeitstag begann für die Männer ungewöhnlich früh. Bereits um 4 Uhr legten sie im Scheinwerferlicht an der Sperrmauer los. „Wir müssen das Tosbecken und die Sammelrinne leer pumpen“, berichtete Uwe Nicolai.

Dabei machten die WSA-Mitarbeiter eine interessante Endeckung. Beim Abfischen ging ihnen neben kleinen Fischen, und einigen großen Forellen, ein etwa 30 Zentimeter langer Wels ins Netz. „Die Tiere werden nach der Aktion wieder ins Wasser gesetzt“, erklärte Björn Tauber. Ihr Hauptaugenmerk galt aber zunächst dem Tosbecken vor dem Maschinenhaus des stillgelegten Kraftwerks Hemfurth II.

Kraft des Wassers

„Wenn wir die Grundablässe öffnen müssen, wird in dem Becken die Energie des Wassers gebrochen“, sagte Björn Tauber. Für diesen Zweck wurden unter anderem zwei Schwellen aus Stahl und Beton während der großangelegten Sarnierung der Talsperre in den 1990er Jahren eingebaut. Die routinemäßige Überprüfung durch den Fachmann verlief ohne Beanstandungen. „In diesem Bereich ist alles in Ordnung. Das nächste Mal werden diese Bauwerke wieder in sechs Jahren genau inspiziert“, erklärte Wasserbaumeister Marko Drebes.

Von Uli Klein

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