2,2 Millionen Euro stehen bis 2020 zur Verfügung

Kellerwald-Edersee erneut als Leader-Region anerkannt

Waldeck-Frankenberg. Die Region Kellerwald-Edersee ist nun auch offiziell erneut als Leader-Region anerkannt. Der Bewilligungsbescheid wurde von Umweltministerin Priska Hinz in Wiesbaden übergeben.

Dem Kellerwald stehen damit bis 2020 rund 2,2 Millionen Euro bei der Umsetzung seiner Strategie zur Verfügung. „Der Vorstand des Vereins Region Kellerwald-Edersee fungiert als Leader-Entscheidungsgremium und hat bereits über eine Reihe von Projekten beraten. Diese haben nun Chancen auf eine Förderung“, sagte der Wildunger Bürgermeister Volker Zimmermann als Vorsitzender.

„Insgesamt ist das Förderverfahren deutlich aufwändiger geworden“, stellte Regionalmanagerin Lisa Küpper fest. Zur Bewertung der Förderprojekte seien jeweils die Förderrichtlinie, das Regionale Entwicklungskonzept sowie ein Projektbewertungsbogen heranzuziehen. Anhand einer Punktewertung wird ein Ranking für die Reihenfolge der Bewilligung erstellt. „Wir hoffen, dass unsere ersten Projekte nun zeitnah vorab bewilligt werden können“, sagte Bürgermeister Zimmermann.

Beispiele für die vom Vorstand befürwortete Projekte:

• In einem Ortsteil von Vöhl, in dem es weder eine Einkehrmöglichkeit noch ein Dorfgemeinschaftshaus gibt, soll ein gastronomischer Betrieb mit Pension neu gegründet werden. Das Vorhaben hat eine hohe Bedeutung für die Entwicklung des Dorfes und die Besucherlenkung im Nationalpark.

• Die bereits vor einigen Jahren geförderte Naturbühne von Bergfreiheit soll im nächsten Jahr um einige infrastrukturelle Neuerungen erweitert werden. Die oberhalb des Ortes idyllisch am Ortsrand gelegene Bühne, die Bergfreiheit als Schneewittchendorf bekannt gemacht hat, soll ein Lager und behindertengerechte Toiletten erhalten.

• In Gilserberg soll der Betrieb eines Bürgerbusses verstetigt werden. Das Angebot richtet sich an die nicht motorisierte Bürgerschaft, insbesondere sollen Senioren und Kinder mit jeweils eigenen Angeboten angesprochen werden. Der Bürgerbus ist für die Mitfahrenden kostenlos und wird von ehrenamtlichen Ruheständlern gefahren.

• Ein wichtiges touristisches Infrastrukturprojekt ist auf dem Peterskopf im Nationalpark (Gelände E.ON) geplant: Dort soll eine Jausenstation entstehen, die mit Kaffee und Kuchen sowie einer kleinen Karte mit regionalen herzhaften Gerichten aufwartet und damit Radfahrern und Wanderern eine Einkehrmöglichkeit bietet. Das neue Angebot soll in unmittelbarer Nähe zur Bergstation der Standseilbahn entstehen.

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