Niedriger Wasserstand im Edersee: Modell der Talsperre aufgetaucht

Edersee Sperrmauermodell im Maßstab 1:40 unterhalb der Bericher Hütte. Ingenieure und Techniker testeten daran ab April 1910 das Strömungsverhalten des Wassers bei einem Überlauf der Talsperre oder bei geöffneten Notablässen Foto: Klein

Edersee. Bedingt durch den niedrigen Wasserstand im Edersee tauchen vielerorts Zeugen der Vergangenheit auf. Zu den wohl spektakulärsten Objekten zählt das Modell der Sperrmauer. Es ist jetzt wieder zu sehen.

Zuletzt war der Nachbau der Talsperre 2003 zu sehen. Um wichtige Aufschlüsse und Erkenntnisse über das Strömungsverhalten des Wassers bei einem Überlauf oder bei geöffneten Notablässen der Sperrmauer zu erhalten, wurde unterhalb der Bericher Hütte die Talsperre im Maßstab 1:40 nachgebaut.

Niedrigwasser: Das Edersee-Atlantis

Niedrigwasser 2010: Im Oktober taucht die Aseler Brücke wieder auf. Noch sieht man allerdings nur einen Bruchteil. © 
Niedrigwasser 2010: Die Aseler Brücke taucht auf. Noch sieht man allerdings nur einen Bruchteil. © 
Niedrigwasser 2009: Im Herbst führt der Edersee kaum noch Wasser, sodass Wanderungen auf dem Grund des Sees möglich sind. © 
Niedrigwasser 2009: Trockener Grund des Edersees. © 
Niedrigwasser 2009: Der Edersee hat kaum noch Wasser. © 
Niedrigwasser 2009: Bootsbesitzer werden aufgefordert ihre Boote aus dem See zu entfernen. © 
Niedrigwasser 2009: Der Edersee hat kaum noch Wasser. © 
Niedrigwasser 2008: Zu sehen ist die Aseler Brücke von oben. © 
Niedrigwasser 2008: Und auch hier sieht man die sonst versunkene Aseler Brücke. © 
Niedrigwasser Oktober 2008: Blick von der Liebesinsel auf die Halbinsel Scheid. © 
Niedrigwasser 2008: Rampe und Widerlager der alten Bringhäuser Brücke nach Scheid (im Hintergrund) liegen frei. © 
Niedrigwasser 2008: Sonst sind diese Steilwände von Wasser bedeckt. © 
Niedrigwasser 2008: Links die Halbinsel Scheid, in der Mitte Reste der alten Bringhäuser Brücke, rechts die nicht mehr vorhandene Bringhäuser Bucht mit der Liebesinsel. © 
Niedrigwasser 2008: Menschen schauen sich das Edersee-Atlantis an. © 
Niedrigwasser 2008: Besucheransturm auf das Edersee-Atlantis an der Aseler Brücke. © 
Niedrigwasser August 2008: Blick auf Schloss Waldeck. © 
Niedrigwasser 2008: Reste des Dorfes Bringhausen von oben. © 
Niedrigwasser 2006: Auch im Herbst 2006 führte der Stausee nur wenig Wasser. Hier zu sehen ist die Aseler Brücke. © 
Niedrigwasser 2005: Die Dorfstelle Berich liegt frei. © 
Niedrigwasser 2005: Der Friedhof von Berich liegt frei. © 
Niedrigwasser 2005: Die Bericher Hütte in der Waldecker Bucht. © 
Niedrigwasser 2005: Die Aseler Brücke im Jahr 2005. © 
Niedrigwasser 2003: Die Aseler Brücke im Oktober 2003. © 
Niedrigwasser 2003: Die Aseler Brücke im Jahr 2003. Die Brücke liegt vollständig frei. © 
Aufnahme aus dem Jahr 2003: Das Modell der Edersee-Sperrmauer an der Bericher Hütte. © 
Niedrigwasser 2003: Der Friedhof von Berich liegt frei. © 
Im See versunken: Auch bei Niedrigwasser hat der See seine Reize und offenbart überflutete Stätten wie die Bericher Hütte. © 
Niedrigwasser 1971: Jürgen und Andreas Zick auf dem Modell der Sperrmauer nahe der Bericher Hütte. © Foto: Heinz Zick
Model der Sperrmauer: Am 20. März 1959 fotografierte Leserin Rosemarie Bollbach aus Kassel ihre Wandergruppe am Mauermodell an der Bericher Hütte. © 
Seglers Leid, Fußgängers freud: Der Edersee im Jahre 1953 mit der alten Brücke oberhalb von Berich. © 
Das Edersee-Atlantis
Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1934 und zeigt die Familie Bertram und unter anderen auch Kurt Franz als 4-jähriges Kind. © Kurtz Franz
Schnee auf der Aseler Brücke: Während das Dörfchen Asel, hier ein Winterbild von etwa 1913, dem Edersee weichen musste, blieb die Brücke als Denkmal erhalten. Sie taucht immer wieder auf. © 
Berich im Edertal: So sah es Ernst Jünger bei seiner Ferienwanderung um 1910. "Bald würde hier das Wasser Kammern füllen; es würde über den Dächern der Häuser, über dem Kirchturm, auch über den Gräbern stehen. Das war wie ein Urteilsspruch", schrieb Jünger später. © 
Vor der Jahrhundertwende wurde im alten Berich noch gefeiert: Das Foto zeigt den Festzug zur Brückeneinweihung vom 16. Juli 1899. Reste des Dorfes und der Brücke werden heute bei niedrigem Wasserstand sichtbar. Beide Fotos stellte uns der Waldecker Hobby-Historiker Kurt Franz zur Verfügung. © 

Ingenieure und Techniker nahmen daran ab April 1910 verschiedene Untersuchungen vor. Das Wasser für die Tests lieferte der Werbebach, dessen Energie zuvor für den Betrieb des Hammerwerks - die Bericher Hütte - genutzt worden war.

Winter an der Staumauer: Der Edersee zugefroren

Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. ein Foto von HNA-Leser Michael Grün aus Niedenstein. © HNA
Ein seltener Anblick, aber dafür umso schöner: Der Edersee zugefroren. ein Foto von HNA-Leser Michael Grün aus Niedenstein. © HNA

Mehr zur Geschichte des Talsperren-Modells lesen Sie in der Dienstagausgabe der HNA Waldeckische und Frankenberger Allgemeine.

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