Attraktion in der Nationalpark-Einrichtung

Überraschung zur Eröffnung des neuen Geheges: Wolfswelpen im Wildtierpark Edersee geboren

Im Winter 2016 wurde mit dem Neubau eines zweiten Wolfsgeheges begonnen. Darin werden seit 2017 zwei Europäische Wölfe gezeigt, die überraschend schnell für Nachwuchs sorgten.

Das 1,2 Hektar große Gehege für die europäischen Wölfe im Wildtierpark Edersee ist am „Tag des Wolfs“ eröffnet worden – allerdings in Abwesenheit der beiden neuesten Bewohner.

Das junge Wolfspaar Nuk und Nuki hat vor wenigen Tagen Nachwuchs bekommen. Die Fähe versteckte ihre sechs Welpen aber vor neugierigen Blicken der Besucher.

Im Winter 2016 wurde mit dem Neubau eines zweiten Wolfsgeheges begonnen. Darin werden seit 2017 zwei Europäische Wölfe gezeigt, die überraschend schnell für Nachwuchs sorgten. „Jetzt entsteht ein Rudel, das ist sensationell“, sagte Ministerialdirigent Carsten Wilke, Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „In diesem Jahr hatten wir noch nicht damit gerechnet“, erklärte Tobias Rönitz, Leiter der Nationalsparkeinrichtung.

Das erste Bild aus der Kinderstube der Wölfe: Mia Reiser, FÖJ-Mitarbeiterin im Wildtierpark, hat es mit dem Handy aufgenommen.

Das neue Gehege zwischen den drei noch verbliebenen kanadischen Timberwölfen und dem Rotwild ist eine weitere Attraktion der Nationalparkeinrichtung. Ein rollstuhlgerechter und für Kinderwagen geeigneter Holzsteg mit Aussichtsplattform ermöglicht Besuchern hautnahe Tierbeobachtungen von erhöhter Position ohne einen Blick durch den Zaun.

Das Gehege wurde mit Gitterstabmatten von Nationalpark-Mitarbeiterin errichtet, die auch den Grabeschutz anlegten. Heimische Firmen führten Erd- und Betonarbeiten aus, bauten Holzsteg und Aussichtsplattform. Gesamtkosten: 150 000 Euro. Der Verein Freunde und Förderer des Wildparks Edersee unterstützte das Projekt mit 45.000 Euro und finanzierte die Zimmereiarbeiten. Bürgermeister Klaus Gier als Vorsitzender des 600 Mitglieder zählenden Fördervereins freute sich über die Weiterentwicklung des Nationalparks. „Wir haben auch schon das nächste Projekt im Visier: Eine Aussichtsplattform mit famoser Aussicht auf Schloss Waldeck und den Edersee.“ Finanziell unterstützt wurde das neue Gehege auch durch die Sparkasse. vertreten durch Markus Weidenhübler.

Band durchschnitten: Bürgermeister Klaus Gier, Markus Weidenhübler (Sparkasse), Denise Stöcklein (Greifenwarte), Ministerialdirigent Carsten Wilke und Nationalparkleiter Manfred Bauer (von links) eröffneten das Wolfsgehege.

Der Wildtierpark soll Zug um Zug weiter entwickelt werden, betonte Nationalparkleiter Manfred Bauer und verwies bereits auf das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2020. „Da haben wir einiges vorgesehen.“

Kindersegen auch bei Wildpferden und Zwergschafen im Wildtierpark Edersee

Die Fehe hat ihre sechs Welpen am Samstagmorgen im Freien zur Welt gebracht, berichtet Tierpfleger Thomas Wagner. Die zwei Jahre alte Wolfsmutter schleppte ihre Babys in eine künstlich angelegte Höhle. Die Kleinen bleiben etwa drei Wochen im sicheren Versteck, schätzt der Tierpfleger. Dann erkunden sie ihre Umwelt.

In der freien Natur bleiben junge Wölfe zwei bis drei Jahre bei ihren Eltern und gehen dann eigene Wege, erläutert der Sachgebietsleiter Wildtierpark im Nationalparkamt, Tobias Rönitz. Nachwuchs hat sich sich auch bei anderen Tierarten eingestellt. Sechs kleine Zwergschäfchen tollen an der Seite ihrer Mütter. Die putzmunteren Tierkinder sind die neuen Stars im Wildtierpark. Kindersegen auch bei den Wildpferden: Das erste Tarpanfohlen stakst auf langen Beinen über die Koppel.

Bei Familie Otter ist in diesem Jahr offenbar eine Kinderpause angesagt. Mutter Finchen genießt mit den Familienmitgliedern die warme Frühlingssonne.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.