Angebote für jedes Alter schaffen: Erika Hofmann leitet das Nationalparkzentrum

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Seit 1. Oktober im Amt: (von links) Nationalparkleiter Manfred Bauer, die neue Leiterin des Nationalparkzentrums, Erika Hofmann, Stefan Ufers, Claus Günther, Dr. Sven Bökenschmidt, Tatjana Habich, Jutta Seuring, Matthias Stappert und Christoph Drylo.

Herzhausen. Das Herzstück des Nationalparks Kellerwald-Edersee steht unter neuer Leitung: Erika Hofmann führt das Nationalparkzentrum. Für ihre neue Stelle hat sich die Biologin einiges vorgenommen.

Die 44-jährige Biologin setzte sich gegen 70 Bewerber durch und gilt für Nationalparkleiter Manfred Bauer als Idealbesetzung. Als einziges Manko sah der Oberbayer augenzwinkernd die Herkunft Hofmanns aus Unterfranken.

Doch die Biologin studierte bereits in Kassel und Göttingen und lebt seit 1990 in Kassel. Die Schwerpunkte ihres Studiums waren Naturschutz, Botanik und Zoologie. Während ihrer Arbeit im Nationalpark Harz entdeckte sie die Freude an der Umweltbildung, die sie bis heute nicht losgelassen hat. Auch im Naturkundemuseum Stuttgart und im Tierpark Sababurg hat Erika Hofmann bereits Erfahrungen gesammelt, die sie in ihre Arbeit als Leiterin des Nationalparkzentrums mit einbringen kann.

Die Leitung des Zentrums, für das sie bereits Ausstellungen für 2015 gewinnen konnte, ist nur ein Teil ihres Aufgabenbereichs. „Bisher fehlte uns der pädagogische Sachverstand im Zentrum“, so Manfred Bauer, der die Museumspädagogin mit der Evaluierung des bisherigen und der Erstellung eines koordinierten Bildungskonzeptes für die Einrichtungen des Nationalparkzentrums, des Buchenhauses samt Wildtierschule, dem Wildtierpark und demnächst auch der Kellerwalduhr beauftragt hat.

Möglich wurde die zusätzliche Aufgabe durch den Wegfall der Verwaltungsarbeit, nachdem die gemeinnützige GmbH, die das Zentrum betrieben hat, seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr aktiv ist. Seitdem sind diese Aufgaben ins Nationalparkamt übergegangen.

Hofmann möchte Angebote für alle Altersklassen vom Schulkind bis zu den Senioren schaffen. „Ich möchte die Kinder da abholen, wo sie stehen und nicht mit zu viel Information überfrachten“, so Hofmann. Denn nur das, was man kenne, möchte man auch behalten und schützen. Für 2015 konnte sie bereits die Sonderausstellung „Verlust der Nacht“ gewinnen, die von starker Lichtverschmutzung und deren Auswirkungen auf nachtaktive Tiere handelt.

Ebenfalls geplant ist eine interaktive Ausstellung zum Thema Schmetterlinge, die um Fotografien eines Vöhler Fotografens ergänzt werden soll. Herzlich begrüßt wurde Erika Hofmann nicht nur in der Nationalpark-Familie, sondern durch Bürgermeister Matthias Stappert auch in der Gemeinde Vöhl. Auch Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee Touristic hieß die neue Leiterin des Nationalparkzentrums, in dem eine Tourist-Information integriert ist, sehr willkommen. Selbst berichtete Hofmann von einem positiven Start und möchte nach und nach den Nationalpark selbst für sich entdecken.

Von Heike Saure

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