Großes Kino: Schweighöfer dreht ab heute Komödie an der Edersee-Talsperre

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Die Hauptdarsteller: Toto (Milan Peschel/links) und Paul (Matthias Schweighöfer).

Hemfurth-Edersee. Die Edertalsperre wird heute Schauplatz der wohl spektakulärsten Szenen im neuen Schweighöfer-Film „Schlussmacher“: Ein mit zwei Personen besetztes Auto soll in dem Roadmovie von der Talsperre stürzen.

Das gesamte Team sei wegen dieser bevorstehenden Stunt-Aufnahmen schon sehr aufgeregt, erklärte Christoph Strunk von Pantaleon Films im Terrassenhotel in Hemfurth-Edersee.

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So wird der Sperrmauer also ab heute erneuter Schaden zugefügt. Diesmal nicht von einer englischen Fliegerbombe wie im Zweiten Weltkrieg, sondern von Matthias Schweighöfer und Milan Peschel. Beide spielen Hauptrollen in dem Film „Schlussmacher“, dessen Kinopremiere am 10. Januar 2013 geplant ist. Die Produktion kostet rund 4,7 Millionen Euro. Pantaleon Films-Mitarbeiter Christoph Strunk nannte Einzelheiten aus dem Drehbuch der romantischen Komödie.

Hier das Radio-HNA-Interview über den Filmdreh zum Reinhören.

„Beide Herren geraten auf Schloss Waldeck in Streit. Dann geht es mit einem Auto auf der Edersee-Randstraße mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Sperrmauer, wo das Unheil seinen Lauf nehmen wird.“ Aufgrund der andauernden Diskussionen zwischen Paul (Matthias Schweighöfer) und Toto (Milan Peschel) gerät das Fahrzeug auf der kurvenreichen Straße in den Gegenverkehr, kollidiert dort mit mehreren Autos, ein Reifen platzt, und der Mercedes schleudert dadurch nach rechts auf die Fahrbahnkrone der Sperrmauer. Laut Drehbuch touchiert das Auto anschließend die Brüstungsmauern mehrere Male und kracht schließlich durch das Mauerwerk der Luftseite.

Was folgt, ist annähernd ein 50-Meter-Sturz in die Tiefe, wo der harte Aufprall auf das Kraftwerksgelände von einer Hochspannungs-Stromleitungen abgefedert wird.

„Das Auto hängt kurze Zeit in den Leitungen fest, dann fällt einer der beiden aus dem Fahrzeug, kurz danach schlägt dann auch der Mercedes mit dem anderem aus acht Metern Höhe auf dem Boden auf. Verletzt wird aber niemand. Im Gegenteil, beide streiten danach munter weiter“, berichtete Strunk.

Die Realisierung der Szenen bedeuten für die bis zu 70 Personen zählende Film-Crew und für das Stunt-Team „Action Concept“ aus Hürth bei Köln besondere Herausforderungen. Eine Rampe wird unter anderem auf dem Kraftwerksgelände vor der Talsperre aufgebaut, um den katapultartigen Flug des Autos von der Sperrmauer zu filmen. Für die Kameraeinstellungen der Brüstungsmauer-Berührungen wird sogar ein Stück Sperrmauer nachgebaut.

„Wir wollen natürlich nichts an der Talsperre kaputt machen, aber auf so viele Computeranimationen wie möglich verzichten.“ Insgesamt seien an der Sperrmauer 100 Kameraeinstellungen geplant, sagte Christoph Strunk. In Hemfurth-Edersee seien darüber hinaus weitere Spielszenen und Aufnahmen geplant.

„Für das Filmen der Stunts auf der Sperrmauer werden wir auch einen Helikopter von Red Bull einsetzen“, kündigte Strunk an. Start der Dreharbeiten am Edersee ist am Mittwoch, 9. Mai. Letzter von insgesamt 39 Drehtagen ist dann Donnerstag, der 17. Mai. „Dann werden wir sämtliche Filmszenen im Kasten haben“, sagte Strunk.

Von Uli Klein

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