Gutshof komplett zerstört

Großbrand auf Bauernhof in Edertal: Viele Tiere sind verendet

Edertal-Bergheim. Ein Großbrand hat am frühen Donnerstagmorgen den Wirtschaftstrakt eines Bauernhofes zerstört. Zahlreiche Tiere verendeten im Feuer. Menschen wurden nicht verletzt.

Den fast 100 Feuerwehrleuten gelang es, das Wohnhaus der betroffenen Familie vor dem Feuer zu schützen. Vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer entdeckten den Großbrand am frühen Morgen gegen fünf Uhr und klingelten die Bewohner des Bauernhofes aus dem Bett.

Zuletzt aktualisiert um 16.35 Uhr. 

Als die ersten Feuerwehrleute wenig später eintrafen, brannten die Wirtschaftsgebäude bereits in voller Ausdehnung. "Wir haben als erstes das Wohnhaus der Familie und auch ein angrenzendes Wohnhaus geschützt", sagte der Edertaler Gemeindebrandinspektor und Einsatzleiter Dirk Rübsam an der Einsatzstelle, "bei dem übrigen Teil des Hofes war nichts mehr zu retten".

Keine Rettung gab es auch für etwa 100 Tiere, die in den Stallungen standen. Sie kamen in den Flammen um. Etwa 30 Tiere - Bullen und Kälber - wurden zwar ins Freie getrieben, sie waren aber durch das Feuer so schwer verletzt, dass eine Tierärztin sie von ihren Leiden erlösen musste.

Brand in Edertal: Mehrere Gebäude wurden zerstört.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus mehreren Edertaler Ortsteilen sowie aus Bad Wildungen und Fritzlar mit ihren Drehleitern. Das Löschwasser holten die insgesamt 89 Einsatzkräfte auch aus der Eder - von dort wurden fünf B-Leitungen zur Einsatzstelle verlegt. Die Ortsdurchfahrt von Bergheim bleibt vermutlich noch längere Zeit voll gesperrt. Grund dafür sei, dass Wasserleitungen für die Feuerwehr aus der Eder über die Straße geführt werden.

Brandermittler konnten auch Stunden nach dem Feuer die Gebäude nicht betreten. "Es müssen immer noch aufflammende Glutnester gelöscht werden", sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag.

Die U-förmigen Wirtschaftsgebäude des Fachwerkanwesens wurden laut Polizeiangaben völlig zerstört. "Sie müssen abgerissen werden." Es wurden auch landwirtschaftliche Geräte zerstört. Das durch eine Brandmauer abgetrennte Wohnhaus des Anwesens blieb weitgehend unbeschädigt.

Eine RTW-Besatzung stand während der Löscharbeiten zur Absicherung bereit. Einzugreifen brauchten die DRK-Einsatzkräfte aber nicht, denn weder Bewohner noch Feuerwehrleute wurden durch das Feuer oder bei dem Einsatz verletzt.

Die Kripo übernahm bereits am Morgen die Ermittlungen an der Brandstelle. Nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer im mittleren Gebäude ausgebrochen sein - in diesem Gebäude stand auch ein Mähdrescher, der nach Auskunft der Polizei noch am Vortag benutzt wurde. Ob der Brand eventuell von diesem Erntefahrzeug aus seinen Lauf nahm, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Der Schaden liegt in sechsstelliger Höhe. (112magazin/rpp/dpa)

Rubriklistenbild: © 112magazin

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