Edertal

Bürgermeister befürchtet Beeinträchtigung der Landschaft: Nein zur Stromtrasse

Pläne für einen Leitungskorridor: Netzbetreiber Tennet plant den Bau einer Stromtrasse aus den Küstenregion bis nach Süddeutschland. Auch Edertal könnte betroffen sein. Foto:  Klein

Edertal. Auch in Edertal regt sich Widerstand gegen den geplanten Bau einer Stromtrasse des Netzbetreibers Tennet. Bürgermeister Klaus Gier schlug dem Edertaler Parlament das Verfassen einer gemeinsamen Resolution mit Bad Wildungen vor.

Netzbetreiber Tennet plant das Errichten einer so genannte „SuedLink Trasse“, die nach aktuellem Stand auch durch Nordhessen geführt werden soll. Mittels der Gleichstromtrasse soll per Wind erzeugter Strom aus Offshore-Anlagen aus den Küstenregionen nach Bayern transportiert werden.

Nachdem sich an der ursprünglichen Trassenführung massive Kritik ergeben hat, sind mittlerweile zahlreiche Alternativen vorgeschlagen worden. Ein Leitungskorridor sieht die Führung der Stromtrasse von Fritzlar kommend nach Bad Wildungen und ins Edertal vor.

In zahlreichen Städten und Gemeinden regt sich bereits Widerstand. In Fritzlar wurde eine Bürgerinitiative gegen „SuedLink“ gegründet. „Die Kritik richtet sich in erster Linie daran, dass die Stromleitungen aus Kostengründen größtenteils oberirdisch verlaufen sollen. Außerdem sind die getroffenen Festlegungen der vorgesehenen Stromtrassen für die betroffenen Kommunen nicht nachvollziehbar“, sagte Klaus Gier.

Die Gemeinde lehne daher eine entsprechende Trassenführung strikt ab. Neben den allgemeinen Schutzinteressen von Menschen, Tieren und Natur sei ein entsprechendes Vorhaben aus touristischer Sicht undenkbar. „Eine erhebliche Beeinträchtigung unseres Landschaftsbildes der Edersee-Region und vor allem auch in unmittelbare Nähe des Nationalparks als Weltnaturerbe können wir nicht akzeptieren“, stellte Klaus Gier klar.

Zur weiteren Vorgehensweise will er mit umliegenden Gemeinden Kontakt aufnehmen und eine gemeinsame Vorgehensweise abstimmen.

Von Uli Klein

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