Projekt kostet eine Million Euro

Erste Erfolge bei der Renaturierung der Eder

Der Eder mehr Natur geben: Im Spätsommer soll der zweite Bauabschnitt der Renaturierung des Flusses – hier bei Affoldern – beginnen. Archivfoto:  Klein

Edertal. Die Gemeinde Edertal wird voraussichtlich im Spätsommer mit dem zweiten Bauabschnitt der Eder-Renaturierung beginnen. 

Das Gesamtprojekt - erster und zweiter Bauabschnitt - kostet rund eine Million Euro und wird zu 100 Prozent vom Land getragen.

Wolfgang Lübcke, Vorsitzender des NABU Edertal, gab in der Jahreshauptversammlung einen Überblick über das Renaturierungsprojekt. Der erste Bauabschnitt mit Schaffung von Nebengerinnen des Flusses bei Bergheim und Anraff habe sich bereits positiv auf die Tierwelt ausgewirkt. Dies gelte insbesondere für die Fischfauna, erklärte er.

Bereits im ersten Jahr konnte nach den Worten des Vorsitzenden eine Eisvogel-Brut nachgewiesen werden. Von der Eder-Renaturierung profitiert unter anderem auch der Fischotter. Er wurde durch den Fund von Kot indirekt nachgewiesen. Lübcke: „Dass diese Art wieder heimisch ist, kann jedoch erst dann gesagt werden, wenn eine Otterfamilie festgestellt wird.“

Die Planungsunterlagen für den zweiten Bauabschnitt werden zurzeit im Regierungspräsidium geprüft. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts sind an verschiedenen Stellen Aufweitungen des Flussbetts vorgesehen, so auf dem rechten Ufer zwischen Affoldern und Mehlen, oberhalb und unterhalb der Anraffer Brücke sowie im Altwasserbereich zwischen Anraff und Wega. Sämtliche Maßnahmen erfolgen wie schon bisher innerhalb der Flussparzelle oder auf Gemeindegrundstücken.

Lübcke wies darauf hin, dass auch die Stadt Bad Wildungen für die Planung weiterer Renaturierungen in ihrem Bereich einen Haushaltsansatz eingestellt hat. Dieser ist noch mit einem Sperrvermerk versehen, weil die Stadt die schriftliche Zusage vom RP haben möchte, dass das Land die Kosten zu 100 Prozent übernimmt. Von Vorteil - sowohl für Edertal als auch für Bad Wildungen - sei der Status der Eder als FFH-Gebiet. „In diesem besonderen Fall erfolgt zurzeit eine hundertprozentige Förderung.“ 

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