Besucherandrang bei Edersee-Atlantis: SPD fordert Kreisel in Hemfurth

Verkehrs-Entlastung: Die SPD schlägt wegen des großen Interesses am „Edersee-Atlantis“ vor, einen Kreisel statt der Ampel an der Hemfurther Ederbrücke einzurichten. Foto: Schuldt

Edertal. Das bundesweite Interesse am „Edersee-Atlantis" mit langen Blechkarawanen zwischen Hemfurth und Mehlen als Folge ist den Edertalern in bester Erinnerung. Die SPD schlägt deshalb vor, einen Kreisel statt der Ampel an der Hemfurther Ederbrücke einzurichten.

Die Sozialdemokraten erhoffen sich Entlastung für die Verkehrslage an diesem Nadelöhr. Bei der CDU fiel der Vorschlag auf fruchtbaren Boden, „denn wir haben ihn ja selbst vor vielen Jahren unterbreitet“, erklärte Fraktionsvorsitzender Harald Wieck. Damals sei die Idee verworfen worden, weil vermeintlich der Platz nicht ausreiche.

Daran hat sich aus Sicht von FWG, Wir Edertaler oder FDP nichts geändert. „Kreisel sind nicht das Allheilmittel“, meinte Michael Weinreich (FWG), Busunternehmer aus Hemfurth-Edersee. Er plädierte dafür, eine so genannte smarte Ampel aufzustellen, die den Verkehr zählt, der aus den unterschiedlichen Richtungen kommt und ihre Schaltphasen anpasst. Allerdings hält er das Problem generell für überbewertet: „Wir reden nur von wenigen Tagen im Jahr und von wenigen Stunden an diesen Tagen.“

Jens Schulze (Wir Edertaler) hat sich erkundigt, wie viel Raum etwa die Busse mit Fahrradanhänger benötigen: „Wir müssten einen Teil vom Felshang abtragen. Das wird zu teuer.“ Ein kleiner Kreisel sei nicht leistungsfähig genug, meinte er unter Hinweis auf den Wildunger Kreisel am Kaiserlindendeck, „der praktisch eine Rechts-vor-links-Kreuzung darstellt.“ Wer häufig diesen Kreisel befährt, sieht das aber anders. Selbst zu den Hauptverkehrszeiten entstehen allenfalls Wartezeiten von wenigen Sekunden.

Das Parlament beauftragte den Gemeindevorstand, Chancen und Kosten eines Kreisels zu ermitteln.

Die alte Aseler Brücke im Edersee: Fotos unserer Leser

Drohnenfotos: Edersee-Atlantis von oben

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