Betreiber hatten angekündigt, Affenhaltung einzustellen

Eine Chance für Affen auf dem Gnadenhof

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Dieser 20 Jahre alte Rhesusaffe fand Zuflucht beim Tierschutzverein Vöhl auf dem Gnadenhof und gehört damit zu den vielen Tieren, denen der Verein ein Zuhause für den Lebensabend bietet.

Asel. Der Gnadenhof „Artenreich" in Asel soll auch in Zukunft ein Zuhause für Affen sein. Und das, obwohl angekündigt wurde, die Affenhaltung in wenigen Monaten einzustellen.

Die Betreiber hatten angekündigt, die Affenhaltung Mitte des Jahres einzustellen, da sie Auflagen der Veterinärbehörde nicht erfüllen könnten. Am Freitag trafen sich aber Vertreter des Regierungspräsidiums Kassel, des Veterinäramtes und der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf auf dem Gnadenhof, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

„Es wird Möglichkeiten geben, die für alle vertretbar sind - für die Tierhaltung, für die Behörde und für die Inhaber“, sagte Deutschendorf anschließend gegenüber unserer Zeitung. Wie diese aussehen, sei jedoch noch nicht klar. Die Beteiligten müssten ihre Ideen zunächst ausarbeiten.

Laut Veterinäramt entspricht die Affenhaltung dort nicht den Vorgaben des neuen Säugetiergutachtens (HNA berichtete). Norman Siegel, Vorsitzender des Tierschutzvereins Vöhl, und sein Team vom Gnadenhof halten viele Tiere unterschiedlicher Rassen. Sie bieten Tieren eine Zuflucht, die niemand mehr will. Das Regierungspräsidium hat dem Gnadenhof Tiere mit einem Leihvertrag überlassen und ist froh, dass es die Einrichtung gibt. Denn es gibt zu wenige Auffangstationen für Affen.

Derzeit nimmt der Gnadenhof in Asel wegen der Vorgaben des Veterinäramtes keine Großtiere und keine Zootiere mehr auf.

Freilauf reicht nicht aus 

Nach Einschätzung von Jens Deutschendorf geht es jetzt um Details, die verbessert werden müssen und auch verbessert werden könnten. „Bestimmte Teile der Affenhaltung sind in Ordnung“, sagte er. In dem Gehege können die Affen klettern, auf Balken balancieren und springen. Aber dort leben verschiedene Affenarten. Manche hätten nicht immer genug Freilauf.

„Wir begleiten das Thema weiter“, kündigte der Kreisbeigeordnete an.

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