Eppe erinnert mit neuer Kapelle an die Simultankirche

Die neue Kapelle: Sie wird am Samstag am Steinberg eingeweiht.

Eppe. Eine neue Kapelle wollen die Epper am Samstag, 25. Mai, am Steinberg einweihen. Dazu planen sie ein historisches Dorffest, denn mit der Kapelle wird auch an die Teilung der Freigrafschaft Düdinghausen vor 350 Jahren erinnert.

Die Dorfgemeinschaft „Aktives Eppe“ hat zum Gedenken an die von den Waldecker Grafen und dem Kurfürst von Köln bestimmte Simultankirche am Waldrand eine kleine Kapelle gebaut. Eppe gehörte mit Hillershausen und Niederschleidern bis 1663 der Freigrafschaft an. Bis zu dieser Zeit wurde die Freigrafschaft von den Waldecker Grafen oder von Kur-Köln regiert.

Immer wieder kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen um das Gebiet. Zuletzt hatten die Waldecker Grafen die Vorherrschaft über die Freigrafschaft, also auch über Düdinghausen, Oberschledorn, Referinghausen, Titmaringhausen und Deifeld mit Wissinghausen, die heute zu Nordrhein-Westfalen gehören.

Um Streitigkeiten bei der Nutzung der Epper Kirche zu vermeiden, wurde in einem Vertrag beschlossen, dass sie als Simultankirche von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt werden solle. Beide Seiten regelten in dem Vertrag, wer wann und an welchen Feiertagen die Kirche benutzen durfte. In den nächsten 200 Jahren wurde diese Regelung beibehalten, bis jede Konfession eine eigene Kirche erhielt.

Damit die Simultankirche nicht vergessen wird, soll die Kapelle am Steinberg die Erinnerung wachhalten. Von dort haben Besucher einen weiten Blick auf Eppe und die ehemalige Heidenstraße.

Ausstellung

Die Segnung der Kapelle beginnt am Samstag um 13 Uhr. Im Anschluss kann die evangelische Kirche besucht werden, wo früher die Simultankirche stand. Um 14.30 wird erstmals im Waldecker Land in der katholischen Kirche die Wanderausstellung „Alte Grenzen, die uns verbinden“ eröffnet.

Die Ausstellung wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der neun ehemaligen Freigrafschaftsdörfer erstellt. Die Ausstellung ist am Samstag bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Mit einem Dorffest auf Paggels Hof im alten Dorfkern wird das Programm am Samstag fortgesetzt. Beteiligt sind alle Epper Vereine. (nh/ber)

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