Erste Inventur aus Nationalpark liegt vor: Buchen an Steilhängen beeindrucken

Edersee. Ein Team von acht Biologinnen und Biologen durchstreifte vor zehn Jahren den neuen Nationalpark Kellerwald-Edersee mit dem Ziel eine groß angelegte Inventur anzufertigen.

Welche Waldgesellschaften in welcher Ausdehnung finden sich wo? Wie naturnah oder – am anderen Ende der Skala – wie stark vom Menschen beeinflusst zeigen sie sich?

Karin Menzler und Dr. Heiko Sawitzky, die maßgeblich an der Bestandsaufnahme beteiligt waren, stellten die Anworten auf diese und Tausende weiterer Fragen vor. Ihr Werk erscheint als Band 2 der Forschungsberichte aus dem Nationalpark und trägt den Titel „Biotopausstattung und Naturnähe“.

„Wir haben damit eine Null-Linie erstellt vom Zustand des Gebietes kurz nach Einführung des Nationalparkes. Anhand dieser Null-Linie beobachtet die Wissenschaft in Zukunft die Entwicklung des Schutzgebietes“, erklärte Achim Frede, Forschungsleiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Die Nationalparkverwaltung leite aus den Daten Richtschnüre für ihr Handeln zum Erreichen der Schutzziele ab.

Amtsleiter Manfred Bauer wertet „eine derartige flächendeckende Kartierung und Auswertung von Daten als Pionierarbeit.“ Die Biologen warfen bei ihrer Arbeit während der Vegetationsperiode besonders einen Blick auf die unterschiedlichen kleinen und großen Pflanzen, denn sie verraten dem oder der Fachkundigen, welche Eigenschaften der Boden unter den eigenen Füßen aufweist oder welches Klima an dieser Stelle vorherrscht.

Beeindruckt zeigten sich Heiko Sawitzky und Karin Menzler unter anderem von den Buchen an den Steilhängen des Edersees. Der Leitbaum der mitteleuropäischen Wälder stelle dort seine ganze Anpassungsfähigkeit unter Beweis, die selbst in Klassikern der einschlägigen Fachliteratur unterschätzt werde.

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Von Matthias Schuldt

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