230 Kubikmeter Schnee am Tag

Erster Skitag in Winterberg: Wintersportfans eröffnen die Saison

Auf die Piste: Samstag öffnete das Skigebiet Ruhrquelle. Foto: nh

Winterberg. Der erste Wintersporttag im November: Im Winterberger Skigebiet Ruhrquelle sind Ski- und Snowboardfans am Wochenende in die Saison gestartet. Möglicht macht das eine neue Technik.

Seit Ende Oktober läuft die neue Snowfactory im Testbetrieb. Für eine erste kleine Piste plus Funpark war jetzt genug Schnee vorhanden. Die Schneequalität ist gut, da sind sich Betreiber und Wintersportler einig. Die Snowfactory von TechnoAlpin ist die erste Anlage dieser Art weltweit in einem Skigebiet. Die Scherbeneisanlage produziert rund 230 Kubikmeter Schnee pro Tag. Das Prinzip ist simpel, ähnlich dem eines Kühlschranks. Mittels Kühltechnik wird das Wasser in einem effizienten Wärmeaustauscher bis zum Gefrierpunkt herabgekühlt. Vom so entstandenen Eis trennt eine Schaber hauchdünne Eisblättchen ab, die ein Transportband auf ein Depot oder auf die Piste befördert. Nach dem Präparieren durch eine Pistenwalze entsteht eine feste Schneedecke.

Die Scherbeneisanlage arbeitet unabhängig von der Außentemperatur. Dennoch ist ihr Einsatzbereich begrenzt. Bei Temperaturen ab minus zwei Grad ist der Einsatz von konventionellen Beschneiungsanlagen ökonomisch günstiger, teilt die Ferienwelt Winterberg mit. Bei höheren Plustemperaturen und feuchtem, nicht gefrorenem Untergrund mache der Einsatz ebenfalls wenig Sinn, da der Schnee zu schnell wegtauen würde.

Dass der Schnee sich innerhalb weniger Tage wieder in Wasser verwandelt, befürchten die Betreiber nicht. Die Ruhrquelle gilt als „Kältekammer des Sauerlandes“. In den kommenden Wochen sind Piste und Funpark täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. (nh/akl)

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