Spieler kamen aus mehreren Ländern

Fast 300 Teilnehmer bei LAN-Party in Volkmarsen

Internationale Daddel-Fete: 286 Spieler aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich oder England trafen sich in der Nordhessenhalle zu einer großen Lan-Party. Fotos:  Elke Müller

Volkmarsen. Nicht zum ersten Mal war die Nordhessenhalle Treffpunkt für Anhänger von Netzwerk-Partys.

Spieler aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, England und Frankreich waren dabei.

Dicht an dicht hatten die Spieler, deren Alter zwischen 14 und 47 Jahren lag, ihre Computer auf langen Tischreihen installiert und miteinander vernetzt. Von Freitag bis Montag drehte sich dann alles um das Spiel „Dota 2“, ein strategisches Actionspiel, bei dem jeweils fünfköpfige Teams gegeneinander antreten. Ziel der Gruppen war es, das eigene Haus zu schützen und das des Gegners zu zerstören. Überraschend leise verliefen die aktionsreichen Handlungen, bei denen die Gespräche der Mitspieler von den Lüftergeräuschen der Computer übertönt wurden.

Hunderte Zuschauer online

Auch wenn im heutigen Computerzeitalter LAN-Partys langsam vom Aussterben bedroht sind, so treffen sich überzeugte Nostalgiker immer wieder zu jenen Daddel-Treffs in großen Hallen, um ihre Computer zu vernetzten und das Wochenende durchzuspielen. Bereits seit zehn Jahren organisieren die Initiatoren, die ihre Namen nicht nennen möchten, aber aus Kassel und der Umgebung kommen, ihre Local-Area-Network-Party, kurz LAN-Party, genannt.

Im Alltag sind sie Berufsschullehrer für Wirtschaft, Informatikstudenten oder Studenten der Medizin-Informatik. Weil sie beruflich noch in der Orientierungsphase sind, möchten sie nicht namentlich genannt werden. Bis auf eine Ausnahme: Daniel Schmidt, der seit zehn Jahren dabei ist, gehört zum Livetechnik-Team. Er konfigurierte und überwachte am Wochenende das gesamte Netzwerk. Ihm gegenüber auf der Empore saßen zwei Caster, die die Spiele kommentierten und den Ablauf überwachten.

Noch immer ist der Begriff LAN-Party eher negativ behaftet. Unwissende vermuten hinter den Bildschirmen einzelgängerische Computer-Nerds, die sich absondern. Dass dem nicht so ist, bewiesen nicht nur das aufgeschlossene Organisatorenteam, sondern auch die Teilnehmer, die interessierten Besuchern das Prozedere gern erklärten. „Eine tolle Erfahrung war auch, dass während der vier Tage etwa 200 bis 450 Zuschauer das Geschehen online verfolgt haben“, berichten die Veranstalter.

Die Nordhessenhalle, die zum vierten Mal Schauplatz einer LAN-Party war, ist ideal für ein derartiges Event. Die Gesamtfläche verfügt neben einer großen Halle mit Empore, die zum Technikraum umgewandelt worden ist, zusätzlich über eine zweite kleinere Halle. Hier konnten müde Spieler bei Bedarf chillen oder schlafen.

Erfreut zeigen sich die Veranstalter über die durchweg positive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, insbesondere dem Bauhof. Nicht nur, dass die sanitären Anlagen mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind, auch für die Bereitstellung von zusätzlichen Stühlen und Tischen, die eigens für dieses Event gebracht worden waren, danken die Organisatoren.

Der Termin für die nächste LAN-Party steht noch nicht fest. Wahrscheinlich wird es aber in der Sommerferien sein. „Wir kommen gern wieder.“ (zek)

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