Feuer in alter Mühle: Polizei geht von Brandstiftung aus

Großeinsatz für Feuerwehren: Der Brand einer Mühle im Wattertal wurde nach Erkenntnissen der Polizei vorsätzlich gelegt. Foto:  Hermann

Freienhagen. Vorsätzliche Brandstiftung ist nach den bisherigen Ermittlungsergebnisse der Kripo die Ursache für den Großbrand einer alten Mühle bei Freienhagen vor zwei Wochen. Das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen war bei dem Feuer am 12. September völlig zerstört worden.

Lediglich ein Nebengebäude konnten die eingesetzten Feuerwehren aus mehreren Waldecker Stadtteilen, aus Wolfhagen und Korbach retten. Das Wohnhaus mit seinem alten Mühlrad und die angrenzenden ehemaligen Stallungen wurden zum Raub der Flammen. Verletzt wurde durch das Feuer niemand.

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Wegen der „hohen Brandzehrung sind die Ermittlungen äußerst schwierig“, sagte Polizeisprecher Volker König auf Anfrage. Zwei Wochen nach dem Brand steht für die Ermittler der Korbacher Kripo jedoch fest, dass eine technische Ursache als Grund für das Feuer ausscheidet – die alte Mühle war nicht an das Stromnetz angeschlossen, der Bewohner produzierte bei Anwesenheit seine Elektrizität über das Mühlrad selbst. Als die Mühle abbrannte, hielt sich der Besitzer an seiner Arbeitsstelle auf. Aus genau diesem Grund schließen die Ermittler auch fahrlässige Brandstiftung aus.

„Es deutet somit vieles auf ein vorsätzliches Inbrandsetzen hin“, sagte König weiter. Allerdings wisse man noch nicht, wer für das Feuer verantwortlich ist. Als die Feuerwehr an der brennenden Mühle eintraf, stand die Haustür offen. Die Ermittlungen der Korbacher Kripo dauern an. Weiterhin sind die Beamten auf der Suche nach Zeugen.

Wer am Vormittag des Brandes (Freitag, 12. September) verdächtige Beobachtungen im Umfeld der alten Mühle gemacht hat und sich bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet hat, wird gebeten, unter der Rufnummer 05631/971-0 mit der Kripo in Kontakt zu treten. www.112-magazin.de

Archiv-Video vom Brand

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