Gequälter Schäferhund gefunden - Tierheim sucht Hinweise

Fiebrig und winselnd

Armes Tier: Der Schäferhund, der in Arolsen gefunden wurde, ist abgemagert und hat entzündete Ohren und Pfoten. Foto: nh

Bad Arolsen. Elend sieht er aus, abgemagert, mit struppigem Fell und entzündeten Pfoten. Bei jedem Schritt winselt er. Der Schäferhund, der jetzt in Bad Arolsen aufgefunden wurde und nun im Korbacher Tierheim ist, bietet einen traurigen Anblick - und macht wütend.

Am Samstag, 26. November, wurde das Tier vom Vorsitzenden des Schäferhundevereins von Bad Arolsen auf dem Hundeplatz der Ortsgruppe gefunden. Es handelt sich um einen etwas älteren, reinrassigen, unkastrierten Deutschen Schäferhund-Rüden, der laut Korbacher Tierheim „unsagbare Qualen ausgestanden“ haben muss.

Seine Vorderpfoten sind doppelt so groß wie normalerweise, die Läufe massiv verdickt und steif. Die Krallen waren rund- und eingewachsen. Am ganzen Körper sind offene Stellen, „vermutlich hat er sich vor lauter Schmerzen selbst verstümmelt“, meint das Tierheim-Team. Trotz allem sei der Hund absolut freundlich.

Auch sind die Ohren hochgradig entzündet, und er hatte Fieber. Eine Tätowierung ist zwar vorhanden, leider aber kaum lesbar. Der Rüde kann kaum laufen und winselt bei jedem Schritt, bemühe sich aber nach Leibeskräften, „alles zu tun, was wir von ihm verlangen“, heißt es von Seiten des Tierheim.

Er wiegt nur noch 23 Kilogramm - ein dem normalen Standard entsprechender Schäferhund hat etwa zehn bis zwölf Kilo mehr Körpergewicht. Ob sein Leben noch gerettet werden kann und ob es für ihn noch lebenswert ist, bleibe abzuwarten. „Wenn Schmerzmittel, Antibiotika und Kortison gut anschlagen, werden wir für und mit ihm kämpfen, um wenigstens einen Bruchteil von dem wiedergutzumachen, was ihm angetan wurde“, sagen die Mitarbeiter.

Das Tierheim Korbach bittet dringend um Hinweise zu seiner Herkunft, die natürlich vertraulich behandelt werden: 05631/ 7847. (nh/ler)

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