Fünf neue Anlagen

Der Windpark Rotes Land wächst weiter

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Bauarbeiten im Sommer: Als die neuen Windmühlen im vergangenen Sommer entstanden, informierten sich der Diemelstädter Haupt- und Finanzausschuss darüber und einige Interessierte.

Neudorf. Der Windpark Rotes Land ist im Aufwind: Bereits seit 15. November laufen die fünf neuen Windräder bei Neudorf, die bald offiziell übergeben werden. Auch ein eigenes Büro in der Ortsmitte und zwei feste Mitarbeiter gibt es mittlerweile.

Ein aufwändig umgebauter Schweinestall mit mehreren Büros, Konferenzraum sowie Sanitäranlagen ist seit Ende des Jahres der Hauptsitz des Windparks Rotes Land. Bis dahin gab es ein kleines Büro im Haus von Wilhelm Brühne, einem der Geschäftsführer. Um die Büroarbeiten kümmert sich jetzt eine Mitarbeiterin, ein Monteur übernimmt die technische Betriebsprüfung. Zum einen sei das der steigenden Arbeit geschuldet, erklärt Brühne. Zum anderen soll so bereits jetzt die Übergabe an die nächste Generation vorbereitet werden.

Rund 20 Millionen Euro hat der Windpark in das Repowering von Anlagen investiert. Vier alte Mühlen wurden abgebaut, fünf neue sind entstanden. Im vergangenen Sommer wurden die 199 Meter hohen Anlagen aufgebaut, die im November in Betrieb gingen. Die Stundenleistung einer solchen Anlage liegt bei 2400 Kilowatt. Anders gesagt: Die Jahresleistung einer Mühle würde für eine 8000-Einwohner-Stadt reichen.

Allerdings: Die Leitungen von RWE, in die die Energie eingespeist wird, sind an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen. Zeitweise müssen sogar einzelne Mühlen abgeschaltet werden.

Weitere Anlagen geplant

Etwa 20 Jahre werden die neuen Mühlen laufen, sagt Brühne. Nach einer entsprechenden Typenprüfung könnten sie sogar danach noch länger ihre Arbeit verrichten. Für die Zukunft plant der Windpark Rotes Land noch weitere Anlagen, sagt Wilhelm Brühne. Die sollen dann im westfälischen Grenzgebiet stehen. Einige Gutachten liegen dafür sogar schon vor, auch über die Standorte der Mühle sei schon nachgedacht worden.

Die ausrangierten Windkraftanlagen liegen noch auf Wiesen und Feldern. Da sie innerhalb Deutschlands nicht mehr ans Netz dürfen, werden sie wahrscheinlich nach Polen oder Spanien verkauft.

Für die offizielle Einweihung der neuen Windkraftanlagen soll es bald ein großes Fest geben, kündigt der Neudorfer an. Ein Datum stehe aber noch nicht fest.

Davon abgesehen werden nach wie vor Besichtigungen der Windmühlen angeboten. Allerdings geht es zumindest in den neuen Anlagen nicht mehr hoch hinaus für die Besucher - die Auflagen sind streng, bestiegen werden dürfen die hohen Türme nicht. Wer Interesse an einer Besichtigung hat, meldet sich bei Wilhelm Brühne per Mail an die Adresse wbruehne@googlemail.com.

Von Julia Renner

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