Zu Gast bei Ausbrechern: Kängurus sind da

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Wieder zu Hause: Das Känguru Zwerg (Mitte) ist wieder bei seinen Artgenossen im Gehege.

Flechtdorf. Auch wenn die eigentliche Heimat der Kängurus Australien ist, leben sieben Rotnackenwallabys nahe Korbach. Jörg und Andrea Jelineck kümmern sich liebevoll um ihre Beuteltiere mit den Namen: Jalla Jalla, Bumblebee, Arwen und Zwerg. Die drei Jungtiere haben noch keine Name.

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„Wir haben uns bewusst für Rotnackenwallabys entschieden, da die Tiere aus einer ähnlichen Klimazone kommen, die unserer ähnelt“, sagt Andrea Jelineck. „Dennoch war es Zufall, dass wir Kängurus haben“, berichtet Andrea Jelineck. Die Halterin weiter: „Ich mag Kamele und deshalb waren wir in Hannover, um eins zu kaufen. Es passte aber nicht in den Kofferraum. Da hat uns der Verkäufer ein Känguru empfohlen, da dies kleiner ist und in unseren Kofferraum passte.“ Und so kamen sie zum Känguru. Rotnackenwallabys können bis zu 90 Zentimeter groß und bis zu 18 Kilogramm schwer werden.

Artgerechte Haltung

Die Kängurus fühlen sich auf dem Hof der Familie Jelineck wohl. Dies zeige sich auch daran, dass die Kängurus sich vermehren. Zwei Jungtiere aus eigener Zucht sind bereits auf dem Hof und ein weiteres kommt demnächst hinzu.

Half beim Ausbruch: Der Esel hat eine Holzlatte vom Gehege der Kängurus mit Tritten gelöst.

„Damit sich die Tiere weiterhin wohl fühlen, werden wir das Kängurugelände im Herbst erweitern. Wir haben mit 1,4 Hektar Weidefläche ausreichend Platz für noch mehr Tiere“, berichtet die Halterin der Kängurus. Das älteste ihrer Kängurus, Jalla Jalla, haben die Jelinecks für 300 Euro gekauft. Wenig später erhielten sie Bumblebee. Die beiden weiblichen Kängurus, Arwen und Zwerg, kauften die Jelinecks für jeweils 800 Euro.

Artenvielfalt auf dem Hof

Außer den Kängurus sind noch weitere Tiere auf dem Hof. Neben der Eselzucht und einem Muli ist das dort lebende Lama besonders erwähnenswert. Denn es sollte geschlachtet werden, da es sich mit seinen Artgenossen nicht vertragen habe. Die ambitionierte Tierschützerin rettete das Lama.

Neben dem Lama hat Andrea Jelineck auch Ziegen einem Metzgereibetrieb abgekauft, damit diese nicht geschlachtet werden. Mittlerweile teilen sich Lama und Esel ein Gehege. Nähert sich eine fremde Person dem Gehege, verteidigt das Lama die Esel durch Spucken. Das Lama sei vor Jahren auch schon einmal ausgebrochen und musste mit Hilfe der Polizei eingefangen werden.

Das größte Problem mit ihren nicht alltäglichen Tieren sei, dass die Gäste ihrer angrenzenden Hundeschule hierdurch abgelenkt würden.

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