Neue Betrugsmasche bei Ferienhausvermietern

Geldwäsche bei der Ferienhaus-Vermietung

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Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist Hessens Tourismusregion Nummer eins. Das wissen auch Betrüger: Sie versuchen, bei der Buchung von Feriendomizilen Geld zu ergaunern oder zu waschen. Die Polizei warnt aktuell Ferienhausvermieter daher vor diesen Betrugsmaschen.

Einige Fälle sind in diesen Tagen in Waldeck-Frankenberg bekannt geworden, bekräftigte Polizeisprecher Volker König auf HNA-Anfrage. Die derzeit benutzte Masche sei einfach, aber wirkungsvoll, berichtet die Polizei. Zunächst bekunde ein Gast Interesse an der Ferienwohnung. Dabei nehme er, meist in englischer Sprache, per E-Mail Kontakt mit dem Eigentümer auf. Nachdem es zur Buchung des Feriendomizils gekommen sei, zahle der vermeintliche Gast kurze Zeit später mit einem Verrechnungsscheck.

Damit beginnt der Betrug, denn der Scheck ist auf einen viel zu hohen Betrag ausgestellt. Der Betrüger bittet das Opfer, „sein Versehen“ zu entschuldigen und die Differenz zurückzuüberweisen. Dann schnappe die Falle zu: Denn später stellt sich heraus, dass der Scheck nicht gedeckt war. Hat der Ferienhaus-Eigentümer die Differenz schon überwiesen, wurde er Opfer eines Scheckbetruges und ist sein Geld los. Das Ganze passiere übrigens nicht nur bei Ferienhäusern, warnt König, sondern beispielsweise auch beim Autoverkauf oder Ebay-Kaufhandlungen. Im Zweifelsfall solle man sich immer an seine Bank oder die Polizei wenden.

Noch eine weitere Masche ist laut Polizei denkbar: Die Kontaktaufnahme läuft wie im obigen Fall. Nur erfolgt hier die Bezahlung nicht mit einem Verrechnungsscheck, sondern durch eine Banküberweisung vom Konto eines unbeteiligten Dritten, dessen Kontodaten betrügerisch erlangt wurden - per Phishing. Wenn der Ferienhausbesitzer die Differenz an den Betrüger zurücküberweise, dann werde er so zum Waschen des Geldes benutzt.

Von Matthias Müller

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