Mittel braucht zwei Wochen bis zur Wirkung

Grippe geht um: Mit Impfung nicht lange warten

Waldeck-Frankenberg. Die Grippe- und Erkältungssaison hat begonnen. Die Wartezimmer der Hausarztpraxen im Landkreis Waldeck-Frankenberg füllen sich mit hustenden und schniefenden Patienten. 

Wer sicher gehen will, dass er sich keine gefährliche Grippe (Influenza) einhandeln will, sollte sich deswegen impfen lassen. Möglichst bald, denn bis der Impfstoff seine Wirkung entfaltet, können bis zu zwei Wochen vergehen.

Diese Empfehlung gilt in erster Linie für Menschen, die älter als 60 Jahre alt sind sowie für chronisch Kranke und Schwangere. Aber auch Personen, die in medizinischen Berufen arbeiten und daher viel mit Erkrankten in Kontakt kommen, sollten das Risiko minimieren, sich anzustecken oder selbst zum Überträger zu werden, rät Annette Maraun-Brüggemann. Die Leiterin des Gesundheitsamts (Fachdienst Gesundheit der Kreisverwaltung) rät grundsätzlich zur Grippeschutzimpfung und will sich auch selbst immunisieren lassen.

Die Nebenwirkungen sind aus ihrer Sicht sehr gering und stünden in keinem Verhältnis zu den Vorteilen einer Schutzimpfung.

Zuletzt hatte im Februar 2013 eine heftige Grippewelle den Landkreis Waldeck-Frankenberg erreicht. Momentan seien noch keine Anzeichen erkennbar, dass die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen ansteige, so die Fachdienstleiterin.

In der vergangenen Grippesaison waren Patienten, die das 60. Lebensjahr überschritten hatten, besonders häufig von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Dies geht aus dem aktuellen Saisonbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Die Impfquote in dieser Altersgruppe lag bundesweit bei 50 Prozent. In der Gruppe der chronisch Kranken im Alter zwischen 18 und 59 Jahren war laut RKI nur jeder Vierte geimpft.

Von Thomas Kobbe

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Rubriklistenbild: © dpa

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