18 Tonnen Ernte in Gefahr

Hartnäckige Glutnester halten über 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren auf Trab

Mengeringhausen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehren war am Samstag am Raiffeisen-Kornhaus in Mengeringhausen im Einsatz. Grund waren Glutnester im Trocknungsrohr des Getreidesilos.

Um einen sogenannten Kamineffekt zu verhindern, wurde per Drehleiter eine Abdeckung auf den Luftschacht gelegt, aus dem weiße Rauchschwaden zogen.

Zunächst wurde nicht mit Wasserstrahlrohren gelöscht, um eine Staubexplosion durch den Druck zu verhindern. Immerhin lagern in dem Silo 18 Tonnen Getreide. Zunächst wurde das Trocknungsrohr mit Kohlendioxid geflutet, um die Glutnester zu ersticken. Doch nach kurzer Zeit erhöhte sich die Temperatur im Silo erneut auf bis zu 400 Grad. Deshalb entschied Einsatzleiter Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer, mit der Kübelspritze vorsichtig Wasser in Richtung Glutnest laufen zu lassen und das Getreide nach für nach abgelassen.

Aktualisiert um 19 Uhr

Im Einsatz waren über 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Arolsen, Helsen, Massenhausen, Mengeringhausen und Wetterburg. Nachalarmiert wurde die Korbacher Feuerwehr, die Sonderlöschmittel zur Verfügung stellte. Ebenso angefordert wurde die Kasseler Berufsfeuerwehr, die Abräumbehälter bereit stellte. Vor Ort war ein Rettungswagen, ebenso Polizisten der Polizeistation in Mengeringhausen und der Stellvertretende Kreisbrandinspektor, Horst Benner-Hensel.

Die Alarmierung der Feuerwehren erfolgte um kurz vor 12 Uhr. Bis um 23 Uhr waren Einsatzkräfte aus Mengeringhausen vor Ort. In der Nacht blieb der Betriebsführer des Kornhauses vor Ort. Sonntagmorgen übernahmen wieder die Kameraden aus Mengeringhausen.

Von Monika Wüllner

Bilder vom Einsatz der Wehren

Brandgefahr bei Getreidesilo in Bad Arolsen

Rubriklistenbild: © Wüllner

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