Kommentar zur langen Parlamentspause in Hatzfeld: Eigene Themen setzen

Hatzfeld. Das Stadtparlament in Hatzfeld hat seit Juni nicht mehr getagt. Es gebe nichts Wichtiges oder Eiliges zu beschließen, hat Bürgermeister Dirk Junker gesagt. Dann muss man selbst aktiv werden und eigene Themen setzen, findet HNA-Redaktionsleiter Jörg Paulus.

Ein halbes Jahr keine Sitzung der Stadtverordneten: Diese ungewöhnliche Situation muss für alle Beteiligten frustrierend sein. Wenn es in einer Stadt keine wichtigen Themen gibt, stellt das auch die Selbständigkeit als Kommune in Frage.

Auch wenn immer mehr Pflichtaufgaben „von oben“ vorgegeben werden, wie viele beklagen, muss eine Stadt auch von sich aus an ihrer Entwicklung arbeiten. Ständig. Da sind Bürgermeister und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gefragt; aber auch die ehrenamtlichen Stadtverordneten können mit Anträgen für neue Ideen sorgen.

Womit niemandem Untätigkeit vorgeworfen werden soll. Auch ohne Sitzung wurde in Hatzfeld gearbeitet - zuletzt etwa an der neuen Trinkwasserleitung aus Elsoff.

Gewiss darf man die lange Sitzungspause von einem halben Jahr nicht überbewerten. Wenn es nichts zu besprechen gibt, muss auch keine Sitzung stattfinden. Wie man dennoch fortlaufend neue Impulse setzt, zeigt selbst Bromskirchen, die kleinste Gemeinde im Kreis: Dort stehen regelmäßig wichtige Themen auf der Tagesordnung.

Die Sitzungskosten sollten übrigens keine Rolle spielen: Insgesamt 344 Euro bekommen die Ehrenamtlichen im Hatzfelder Parlament als Aufwandsentschädigung pro Sitzung.

Die Hatzfelder werden jedenfalls genau verfolgen, wie sich die von ihnen Gewählten - und dazu gehören auch Bürgermeister und Magistrat - in den nächsten Jahren für die Entwicklung ihrer Stadt einsetzen.

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