Marktplatz: Hunde sind oftmals die beste Therapie

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Auf den Cavalier gekommen: Schwiegersohn Andrej Blum (von links), Tochter Axana Blum, Enkelin Kristina Blum und Hobbyzüchterin Ludmila Heidt.

Das Haus von Familie Heidt ist fest in der Hand der Vierbeiner. Schnüffelnde Fellnasen begrüßen jeden Gast an der Tür und weichen nicht von der Seite ihrer Besitzerin.

Ludmila Heidt und ihr Mann Andreas leben mit einem Rudel von sechs Hunden und zwei Bengalkatzen unter einem Dach und möchten nicht eines ihrer Tiere missen.

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Marktplatz: Hunde sind oftmals die beste Therapie

Die Hobbyzüchterin besitzt drei Cavalier King Charles Spaniel und drei Zwergpudel, besonders angetan hat es ihr aber das geduldige und freundliche Gemüt des Cavaliers. Der erste Wurf dieser besonderen Rasse passierte ungeplant, doch nach dieser besonderen Erfahrung entschied sich Ludmila Heidt für die kontrollierte Zucht. Jede ihrer beiden Cavalier-Hündinnen wirft einmal pro Jahr und stets ist die Nachfrage nach den Welpen groß. „Ich vermittle die Hunde fast ausschließlich durch Mundpropaganda, das funktioniert sehr gut“, sagt die 54-Jährige. Mit den Jahren hat sich nämlich ein großer Bekanntschaftskreis rund um ihren vermittelten Nachwuchs gebildet: „Zu fast allen meinen Kunden habe ich noch Kontakt; wir schreiben regelmäßig oder schicken uns Fotos der Hunde“. Bei diesen Worten strahlt die Hobbyzüchterin übers ganze Gesicht – daran war jedoch eine Zeit lang nicht zu denken.

Hund als Therapeut gegen Depressionen

Vor gut sieben Jahren verlor Ludmila Heidt aufgrund schwerer Rückenprobleme durch einen Bandscheibenvorfall ihre Arbeit und wurde depressiv. Doch als Cavalier-Hündin Lisa in die Familie einzog, änderte sich alles. „Die Hündin war meine Therapie. In unserer Familie herrschte plötzlich wieder eine ganz andere Atmosphäre.“ Schon von klein auf begeisterte sich die aus Russland Stammende für Hunde, damals besaß die Familie einen Schäferhund. Kurz nach Hündin Lisa rettete Ludmila Heidt die beiden Zwergpudel-Hündinnen Danny und Sunny aus schlechten Verhältnissen und päppelte sie auf. Schließlich wuchs das Rudel immer weiter.

Der Alltag als Züchterin

„Die Hunde sind mein Leben“, betont Ludmila Heidt. Deswegen sei der Alltag mit so vielen Tieren auch alles andere als Stress für sie. „Meine Hunde halten mich fit, ich gehe oft mit ihnen spazieren, kümmere mich um ihre Gesundheit und frisiere sie auch selbst. Ohne die Hunde säße ich heute im Rollstuhl.“

Stolz ist die Hobbyzüchterin darauf, dass sie schon vielen anderen Menschen durch die Hundevermittlung helfen konnte, Depressionen zu überwinden. Für sie gibt es keinen besseren und einfühlsameren Begleiter für kranke Menschen als den Cavalier King Charles Spaniel.

Seit kurzem besitzt die 54-Jährige eine offizielle Zuchtlizenz und besucht mit ihrem ganzen Stolz, Rüde Jack, die ein oder andere Ausstellung – mit Erfolg. Dies macht die Hobbyzüchterin aber eher zum Spaß. „Ich züchte nicht, um damit Geld zu verdienen. Jeder geeignete Besitzer, ob arm oder reich, soll einen Hund bekommen können.“

Neben ihren Vierbeinern ist Ludmila Heidt die Familie am wichtigsten. Gern verbringt sie Zeit mit ihrer ebenfalls hundebegeisterten Enkelin Kristina und jeden Samstag findet ein Familienabend statt. Tochter Axana und Schwiegersohn Andrej wohnen direkt nebenan, Sohn Eugen wohnt weiter weg, besucht seine Familie aber regelmäßig.

Momentan hat das Haus der Heidts drei kleine Bewohner mehr: Vor wenigen Tagen brachte Hündin Lassy ihre Welpen zur Welt. Auch für diese drei Cavaliers wird ein liebevolles Zuhause gesucht.

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