Irish-Folk: Cara begeisterte Zuhörer im Bürgerhaus mit neuem Album

Einen umjubelten Tourstart hat die Irish-Folk-Band „Cara“ am Freitagabend im Bürgerhaus Korbach hingelegt: Kim Edgar, Hendrik Morgenbrodt, Gudrun Walther, Jürgen Treyz und Rolf Wagels begeisterten ihre Zuhörer. Foto:  Zecher-Christ

Korbach. Einen umjubelten Tourstart hat die Irish-Folk-Band „Cara" am Freitagabend im Bürgerhaus Korbach hingelegt. Fiddlerin und Akkordeonistin Gudrun Walther, Pipe-Spieler Hendrik Morgenbrodt, Gitarrist Jürgen Treyz, Bodhránspieler Rolf Wagels und Pianistin Kim Edgar stellten ihr neues Album „Horizon" vor.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Band dort begeistert, diesmal waren aber mehr Leute gekommen, um den musikalischen Perlen zu lauschen. Gefühlvolle Balladen und poppige Lieder wechselten sich heiteren Instrumentalwerken ab. Es gab sogar osteuropäische Stücke im 10/8-Takt zu hören.

Den Auftakt bildete das eingängige „Be Gone“, das nahtlos in „Irishturk“ überging, einer Hommage an den irischen Fiddler Michael Coleman. Vom Winter auf der Schwäbischen Alp handelte „Snow Moon“, das Gudrun Walther mit elfenhafter, klarer Stimme vortrug. „Es hat mich an die schottischen Highlands erinnert. Die Landschaft ist karg, die Leute geizig und es gibt viele Schafe“, erzählte sie.

Die Schottin Kim Edgar aus Edinburgh begeisterte mit der morbiden Ballade „Lord Gregory“, bei dem eine junge Frau bei stürmischen Wetter von ihrer Schwiegermutter keinen Einlass ins Schloss ihres Mannes erhält und ertrinkt. Daraufhin verflucht der Lord seine Mutter.

„Baby Steps To Whiskey“ war dem ehemaligen Cara-Dudelsackspieler Ryan Murphy gewidmet, der das hochprozentige Getränk durch seine schottische Freundin schätzen gelernt hatte. „Odd Rhythms“ hatte Gitarrist Jürgen Treyz, als „schwer zu spielendes Stück“ für Pianistin Kim Edgar geschrieben, was diese aber mit Bravour meisterte. „Take Flight“ war ein eingängiges Bekenntnis ans Leben und dessen Chancen. Bei „Bonnie Lad“, einem Lied von zwei Piratinnen, die im 18. Jahrhundert über die Meere segelten, durfte das Publikum „Hey“ und „Ho“ mitsingen. Nicht jugendfrei, aber humorvoll war „The Widow’s Promise“. Nicht mal der Teufel war dem Verlangen dieser Frau gewachsen.

Dass Publikum hatte sichtlich Spaß und forderte mit stehendem Applaus noch einen Nachschlag ein. Es bekam ein Set melodischer Reels zu Gehör und „The Maid Of Whithy“, das von „gefährlichen jungen Mädchen“ handelte, die jedem Seemann den Kopf verdrehen.

Von Nadja Zecher-Christ

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