Riesenstimmung herrschte im Gemeindezentrum St. Marien beim Kolpingkarneval

Jecken voll im Spartrend

Zeigten Bauch: komische Gesichter beim Männerballett.

Korbach. Und wieder war der Kolpingkarneval in Korbach so ein Tag, der eigentlich nie zu Ende gehen sollte... Nicht nur die Frommen, sondern ein jeder Jeck war hier willkommen. Schließlich war es eine Art Jubiläumsveranstaltung zu 100 Jahre Grundsteinlegung St. Marien.

„Heut ist Karneval in Korbach St. Marien...“ sangen denn auch die Kolpingclowns mit den verkleideten närrischen Besuchern und sogleich herrschte eine Superstimmung im Gemeindezentrum.

Zur Überraschung kam Herbert Schattel diesmal nicht als doofe Nuss daher, sondern als schicker Bodyman, der mit den Männern im Saal sicher war, wie schön es ist, ein Mann zu sein.

Voll im Trend stellten Rita Neuhaus und Brigitte Müller dann das Pfarrbüro der Zukunft vor. Sparen ist da angesagt, Gottesdienste per Video, Beichte auf Kassette, Buße zum Selberaussuchen im Katalog. Sparen musste auch Dechant Gisbert Wisse als Pfarrsekretär Meier. Unterm Einheitstalar brauchte er nur eine Unterhose tragen. Sein Telefonat mit dem Erzbischof war so lustig, dass Ansager Josef Korbl eine Rakete verordnete, denn „so gut isser bei der Predigt nie!“

Durch die Gesundheitsreform muss man sich jetzt selber den Blinddarm entfernen. Wie das geht, zeigten Monika und Horst Liebsch. Dann heizte Helga Eirund als Roberto Blanco dem Publikum ein, und die Kolping Girls stellten die neue Mode vor.

Tippelbrüder

Die stets angefeindeten Journalisten nahm Karl-Franz Niemann in Schutz: „Wir berichten bloß, was jeder gern wüsste - was wäre der Staat ohne uns Journaliste?“ - Niemann und Korbl kamen sodann als Tippelbrüder aus Frankenberg, wo die Bleistifte bei der Landratswahl so kurz angebunden waren, dass man nur den oberen Kreis ankreuzen konnte.

Das Thema griff auch der rheinische Jung, Manfred Rummel, auf. In sein Lied stimmten alle mit ein: „Wir lassen den Friedrich im Rathaus, denn da jehört der hin. Wat soll der dann im Kreishaus, datt hätt doch keine Sinn....“

Krönender Abschluss: das Männerballett. Lustige Gesichter hatten die Tänzer! - Wie im Vorjahr sorgte Martin Küsters für die Begleitmusik. Bei den vielen Tanz- und Schunkelrunden machten alle gerne mit und feierten nach dem vierstündigen Programm noch fröhlich weiter.

Von Ursula Trautmann

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