900 Stunden Eigenleistung

Altwildungen: Schützenhaus nun mit moderner Computertechnik

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Ehrenscheibe zur Standweihe übergeben (von links): Stadträtin Petra Diederich, Carsten Habermann vom Fachdienst Sport des Landkreises, Friedhelm Wollenhaupt (Schatzmeister des Hessischen Schützenverbandes), Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber, Vorsitzender Frank Töpfer und Kreisschützenmeister Heinrich Schmitz.

Altwildungen. Die Schützengesellschaft von 1802 Altwildungen hat ihre Luftdruck- und Kleinkaliberstände in zweijähriger Arbeit umfassend modernisiert und zwei Laser-Anlagen für Jugendliche von sechs bis zwölf Jahren errichtet.

Am Mittwoch nahm der Vereine seine „runderneuerte Sportschießstätte“ mit moderner Computertechnik wieder in Betrieb.

„Wir haben jetzt eine der modernsten Schießanlagen im Schützenkreis“, freute sich Vorsitzender Frank Töpfer.

Rund 65.000 Euro hat der Umbau einschließlich der Beschaffung neuer Waffen gekostet, berichtete Töpfer. Dazu erhielt der Verein rund 30.000 Fördergeld von Land, Kreis, Stadt und Landessportbund.

900 Stunden Eigenleistung haben die Männer und Frauen des 115 Mitglieder starken Vereins geleistet. Stellvertretend für alle Helfer nannte der Vorsitzende Jürgen Jendrzei. „Bei jeder Baumaßnahme war er in vorderster Front dabei. Auf so einen Mann kann jeder Verein stolz sein.“

Ein Schmuckstück

Als besonderes Schmuckstück des Schützenhauses bezeichnete der Vorsitzende die neuen Laseranlagen im Obergeschoss in einem Raum, der als Schulungsraum für die geplanten Fortbildungslehrgänge genutzt werden kann. Die Schützengesellschaft setzt darauf, durch dieses Angebot noch mehr Jugendliche an den Schießsport heranzuführen, Töpfer: „Zehn Jugendliche kommen bereits regelmäßig zum Training, die Tendenz ist steigend.“

High-Tech-Anlage: Martin Pflüger, amtierender Schützenkönig in Altwildungen, zielt mit dem Lasergewehr. Kugeln und Pappscheiben sind passé.

„Eine tolle Anlage, ich habe mit der Laserpistole sogar die Scheibe getroffen“, meinte Friedhelm Wollenhaupt, Schatzmeister des Hessischen Schützenverbandes, der dem Vorsitzenden gemeinsam mit Kreisschützenmeister Heinrich Schmitz eine Ehrenscheibe zur Standweiheüberreichte. Auch Wollenhaupt ging auf das Thema Jugendarbeit ein. „Hier können Jugendliche gefahrlos mit dem Sportgerät hantieren. Dabei lernen sie Konzentration und Ausdauer“, sagte er. Schön wäre es nach seinen Worten, wenn auf diese Weise auch die Schulen mit ins Boot geholt werden könnten. „Zurzeit wird dort der Bogensport hoch gehandelt. Dabei kann man damit mehr Unheil anrichten als mit Lasergeräten.“

Stadträtin Petra Diederich wünschte, dass durch das neue Angebot noch mehr Jugendliche an den Verein angebunden werden können.

Kreisschützenmeister Heinrich Schmitz beglückwünschte die Schützengesellschaft Altwildungen zum gelungenen Werk. „Ihr habt viel gemacht, der Verein ist für die Zukunft gut aufgestellt.“

Sportkreisvorsitzende Uwe Steuber ermunterte die Altwildunger Schützen, sich um ein Projekt mit Schulen zu bemühen. Er wünsche sich, dass viele Jugendliche den Schießsport erlernen, Zugleich würdigte Steuber den Mut des Vereins, so ein umfassendes Umbauprojekt zu stemmen.

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