500 Jahre alte Eingangstür

Kirche in Obernburg: Zweiter Bauabschnitt beginnt

Die Innensanierung hat begonnen: Helfer vor der Obernburger Kirche mit Pfarrer Daniel Kallen (rechts), Architektin Ute Friedrich (Zweite von rechts) und Jörg Wiesemann aus dem Kirchenvorstand (Vierter von rechts). Foto: Deutschländer

Obernburg. Außen ist schon vieles neu, jetzt geht es innen weiter: Der zweite Bauabschnitt zur Renovierung der Kirche beginnt, und die Obernburger packen mit an.

Die Obernburger haben die erste Frostnacht hinter sich und sind schon wieder aktiv bei der Sache. Ein Arbeitseinsatz an der Kirche, die Innensanierung steht auf dem Programm. „Heute beginnen wir den zweiten Bauabschnitt“, sagt Jörg Wiesemann, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Der zweite Bauabschnitt wird der Innensanierung der Kirche gewidmet. Ein neuer Fußboden muss her, die Heizungsanlage wird erneuert, Malerarbeiten sollen ausgeführt werden, neue Bänke kommen in die Kirche. Die Orgel befindet sich in der Reinigung. Im Januar dieses Jahres haben die Obernburger den Betonfußboden entfernt, aus „klimatischen Gründen“, sagt Wiesemann. Nutzbar ist das romanische Gotteshaus deshalb derzeit nicht. Aber das ist nichts Neues. Seit Sommer 2012 schon werden die Gottesdienste im Gemeindehaus nebenan gefeiert.

In einem ersten Bauabschnitt war bis Herbst vergangenen Jahres die Dachkonstruktion erneuert worden. Nun, da die Landeskirche Kassel das Geld für den zweiten Bauabschnitt bewilligt hat, kann es weitergehen. Knapp 338 000 wird der zweite Bauabschnitt kosten. So hat es Architektin Ute Friedrich kalkuliert. Neben dem Geld von der Landeskirche hat auch die Gemeinde etwas beigesteuert. „35 000 Euro sind durch Spenden zusammengekommen“, erklärt Wiesemann. Durch den Kirchenerhaltungsfonds sei die Summe auf 70 000 Euro verdoppelt worden, auch Geld aus der Baulastablösung komme hinzu.

Mehrere Firmen aus der Umgebung sind an der Sanierung beteiligt, aber auch die Obernburger packen mit an. „Die Ausschreibungen sind gelaufen, jetzt kann’s losgehen“, so Wiesemann. Ein zusätzliches Fenster im Chorraum ist entstanden, Pläne zur Erhaltung der mehr als 500 Jahre alten Eingangstür werden erarbeitet. Der neue Boden wird aus Jura-Kalkstein sein, „weil auch die Kirche aus Kalkstein gebaut ist“, sagt Wiesemann.

Wann die Obernburger ihre Kirche wieder nutzen können, ist noch unklar. „Das hängt auch davon ab, was für ein Winter uns bevorsteht“, sagt die Architektin Ute Friedrich. Wenn noch Frost in den Wänden sei, seien die Arbeiten schwieriger. Realistisch für die Fertigstellung ist laut Wiesemann der Herbst 2015. Eines ist schon klar: Der Gottesdienst an Heiligabend wird wieder in der Baustellen-Kirche gefeiert.

Von Luca Deutschländer

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