„Hannibal“ hilft: THW-Helfer aus Korbach mit Großpumpe beim Moorbrand in Meppen

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Tausende Liter Wasser pro Minute: Insgesamt 15 Hochleistungspumpen des Technischen Hilfswerks sind beim Moorbrand in Meppen im Einsatz.

Korbach/Meppen. Seit zwei Wochen brennt ein Moor auf einem Testgelände der Bundeswehr nahe dem niedersächsischen Meppen. THW-Helfer aus Korbach unterstützen die Löscharbeiten.

Ein Waffentest soll die Brandursache für den Moorbrand im niedersächsischen Meppen sein. Neben der Feuerwehr sind mehr als 300 Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks (THW) dort im Einsatz, darunter auch Mitglieder der Ortsgruppe Korbach.

Sie versuchen den Flächenbrand zu löschen, bislang vergeblich. Das THW setzt derzeit insgesamt 15 Hochleistungspumpen ein, um Wasser durch bis zu sieben Kilometer lange Schlauchleitungen von einem Fluss zu zwei Übergabestellen zu transportieren, an denen die Feuerwehren das Wasser für die Löscharbeiten entnehmen.

Hochleistungspumpe "Hannibal" schafft 5000 Liter pro Minute

„Hannibal“ im Einsatz: Die Großpumpe des THW Korbach versorgt die Feuerwehren mit Löschwasser. 

„Wir sind seit Samstag mit unserer Pumpe vor Ort, seit Montag läuft sie“, erklärt Hans Joachim Kegel, Beauftragter der THW-Ortsgruppe Korbach. „Hannibal“, so heißt die Maschine, schafft 5000 Liter pro Minute. Jeweils zwei bis drei Helfer bedienen die Pumpe, regelmäßig werden sie durch frisches Personal ersetzt. „Die Arbeit ist kein Zuckerschlecken“, sagt Kegel.

Untergebracht sind die Helfer in einem großen Camp – dem sogenannten Bereitschaftsraum – mit Zelten und sanitären Anlagen. Das THW verpflegt von ihrem Logistik-Stützpunkt aus rund 800 Einsatzkräfte. Da die Löscharbeiten teilweise sogar nachts weiter geführt werden, müssen die Köche dort vier Mahlzeiten pro Tag vorbereiten.

Bundeswehr koordiniert die Löscharbeiten vor Ort

Der „Bereitschaftsraum“: In einem Camp sind die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks untergebracht.

Neben den THW-Kräften sind viele Einheiten der umliegenden Feuerwehren und der Bundeswehr vor Ort. Da der Brand auf einem Gelände der Bundeswehr ausgebrochen ist, leitet diese auch den Einsatz. Das Technische Hilfswerk unterstützt bei den Führungsaufgaben.

Einsatzdauer ungewiss: Nicht der erste mehrwöchige Brand auf dem Testgelände

Nach Angaben eines Bundeswehr-Sprechers ist es nicht der erste mehrwöchige Brand auf dem Testgelände. 2010 habe ein Feuer rund sechs Wochen gebrannt, ehe es gelöscht werden konnte, zitiert ihn die Nachrichtenagentur dpa. Für die Korbacher Helfer ist das Ende des Einsatzes daher noch nicht absehbar: „Keiner weiß, wie lange es noch dauern wird“, sagt Hans Joachim Kegel.

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