Kreis gibt 111 Millionen Euro für Schule, Familien und Soziales aus

Es geht ums Geld: Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat seinen Haushalt für 2015 vorgelegt. Foto: dpa

Waldeck-Frankenberg. Die Haushaltslücke ist fast geschlossen: Der Landkreis wird 2015 bei den laufenden Kosten finanziell fast mit einer schwarzen Null abschließen.

Zumindest sieht der Haushaltsplan für 2015, den Landrat Dr. Reinhard Kubat am Montag im Kreistag vorlegte, eine Lücke von nur 61 000 Euro bei Einnahmen und Ausgaben vor. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte das Minus noch bei 19 Mio. Euro gelegen.

Der Landkreis will nun allerdings die Kreis- und Schulumlage erhöhen, die er von den Städten und Gemeinden erhebt. Sie steigt auf einen Hebesatz von 55,24 Prozent. Kubat verwies zum Vergleich darauf, dass bereits 15 Landkreise in Hessen bereits den Höchstbetrag von 58 Prozent ansetzen. Zudem habe der Kreis die Sparziele des Regierungspräsidiums in den Vorjahren durch eigene Einsparungen und Verzicht auf Investitionen erreicht. Die Kommunen seien so um 25 Mio. Euro entlastet worden. „Jetzt benötigen wir die Hilfe der Städte und Gemeinden, um die Auflage des RP zu erfüllen“, sagte der Landrat. Die geplante Erhöhung soll teilweise möglichst schon 2016 wieder zurückgenommen werden.

Die Schwerpunkte bei den laufenden Ausgaben des Kreises liegen bei den drei Bereichen Schulträgeraufgaben, Sozialleistungen sowie Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. 111 Mio. Euro, fast 60 Prozent des Etats sind dafür vorgesehen. „Ich könnte auch sagen, Bildung, Kinder und die Unterstützung für Bedürftige sind zentrale Elemente für unsere Gesellschaft“, erklärte Kubat.

Das Defizit ist das eine, Schulden sind das andere. Die Kreditschulden für Investitionen steigen laut Plan von 164 Mio. Euro in diesem Jahr auf 172 Mio. im nächsten Jahr. Insgesamt könnten alle Verbindlichkeiten addiert dann bei 223 Mio. Euro liegen. Umgerechnet auf jeden der 157 000 Einwohner Waldeck-Frankenbergs wären das rund 1420 Euro. (mam)

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