Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu Juli 2015 gesunken

Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Juli-Wert seit 18 Jahren

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg liegt für den Juli mit 4,2 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Juni.

Vor einem Jahr, im Juli 2015, waren es noch 4,6 Prozent. Der Agenturbezirk Korbach mit Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder verzeichnet den niedrigsten Juli-Wert seit 1998.

Wie die Agentur für Arbeit in Korbach in ihrem aktuellen Bericht zum Arbeitsmarkt mitteilt, waren im Juli im Landkreis Waldeck-Frankenberg 3661 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 53 mehr als im Vormonat (+1,5 Prozent) und 315 weniger als im Vorjahresmonat (-7,9 Prozent).

Insgesamt beschert der Juli dem heimischen Arbeitsmarkt einen leichten Dämpfer. Das Schul- und Ausbildungsende lässt die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder saisonüblich ansteigen. So meldet die Statistik aktuell eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent für den gesamten Agenturbezirk, vor einem Monat waren es 4,4 Prozent und vor einem Jahr 4,8 Prozent gewesen. 8172 Menschen sind aktuell ohne Arbeit registriert, 127 mehr als im Juni, aber 594 weniger als im Juli 2015.

Jugendliche und junge Erwachsene schlugen mit 20,8 Prozent mehr Arbeitslosen im Berichtsmonat zu Buche. Auch Männer (+0,6 Prozent) und Frauen (+2,8 Prozent) meldeten sich vermehrt ohne Job. Dagegen zeigt sich ein positiver Trend bei der Vermittlung von Älteren binnen Monats- wie Jahresfrist. Allein der Anteil Beschäftigungsloser unter den über 50-Jährigen sank in den letzten zwölf Monaten um 5,7 Prozent. Ebenfalls erfreulich präsentiert sich die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit: Gegenüber Juli 2015 reduzierte sie sich in SGB III um 9,5 Prozent und in SGB II um 5,8 Prozent.

Während Arbeitslosenquote und -zahl mit den niedrigsten Juli-Werten seit mindestens 1998 glänzen, markiert der Stellenbestand mit aktuell 2404 Offerten den höchsten Wert dieses Sommermonats. Zwar ist der Bestand und der Zugang an gemeldeten Jobs gegenüber Juni leicht gesunken, liegt aber im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 bzw. 21,9 Prozent deutlich über der Entwicklung der letzten fünf Jahre von durchschnittlich 4,5 bis 5,6 Prozent. Der Anstieg an neu gemeldeten Stellen seit Jahresbeginn befindet sich mit 12,9 Prozent etwa auf Bundesniveau.

„Obwohl die Arbeitslosigkeit saisonbedingt leicht steigt, zeigt sich der heimische Arbeitsmarkt nach wie vor sehr stabil“, bilanziert Agenturchef Uwe Kemper und setzt hinzu: „Insbesondere die verstärkte Integration von Älteren und Langzeitarbeitslosen zeigt die Bereitschaft der Unternehmen, oftmals unbegründete Vorbehalte fallen zu lassen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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