Buch über Grenzsteine: Mit dem Navi zu den Steinen

Unterwegs im Gelände: Der Warburger Konrad Waldeyer hat ein Buch über Grenzsteine geschrieben. Hier steht er an einem Grenzstein zu Kurköln aus dem Jahr 1769 bei Hesperinghausen und zeigt den Waldecker Stern. Foto:  Schünemann

Waldecker Land. Konrad Waldeyer ist der Mensch, der die Grenzen Waldecks am besten kennt. Zu Fuß und per Rad hat er die Grenzen des ehemaligen Fürstentums erkundet - auf der Suche nach Grenzsteinen.

Etwa 1000 Kilometer ist der Warburger bei 148 Touren entlang der Grenze gewandert, rund 150 Kilometer geradelt und hat 4500 Stunden Arbeit investiert. Das Ergebnis hat der Waldeckische Geschichtsverein am Mittwoch vorgestellt. Konrad Waldeyer hat sein Wissen in dem Buch „Die historischen Landesgrenzsteine Waldecks“ zusammengefasst. Das Buch hat Geschichtsvereins-Chef Dr. Klaus Wendt gemeinsam mit dem Autor in der Bad Arolser Geschäftsstelle präsentiert.

Etwa 2200 Grenzsteine gab es im Fürstentum früher: nach außen an den Grenzen zur Landgrafschaft Hessen-Kassel, zum Herzogtum Kurköln, Kurmainz, zum Fürstbistum Paderborn und Itter, aber auch im Innern an den Enklaven Höringhausen und Eimelrod, die zu Itter und damit zu Hessen-Darmstadt gehörten.

Früher hatte er sich mit den Grenzsteinen in Warburg beschäftigt. Dazu zählten auch die an der heutigen Grenze zu Waldeck-Frankenberg. Das machte ihm so viel Spaß, dass er seine Touren auf die gesamte Grenze des ehemaligen Fürstentums ausdehnte. Verschiedene Geschichtsvereine haben schon wegen Vorträgen bei ihm nachgefragt.

Nachdem Waldeck abgearbeitet ist, hat sich der Warburger ein neues „Grenzgebiet“ vorgenommen: Jetzt will er die Grenzsteine des ehemaligen Klosters Hardehausen erforschen.

Service: Das Buch kostet für Mitglieder des Geschichtsvereins 20 Euro, für Nichtmitglieder 29,80 Euro. Es ist erhältlich bei der Geschäftsstelle des Waldeckischen Geschichtsvereins, Schloßstraße 24, 34497 Bad Arolsen.

In den nächsten Tagen soll es auch im Buchhandel in Korbach und Bad Arolsen verkauft werden.

Warum das Buch auch für Wanderer interessant ist, lesen Sie in der gedruckten Donnerstag-Ausgabe der HNA Waldeckische Allgemeine.

Von Bernd Schünemann

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