Im Landkreis gibt es nur wenige eingetragene Lebenspartnerschaften

Ehe für alle: Kein Ansturm in Waldeck-Frankenberg erwartet

Waldeck-Frankenberg. Die Ehe für alle kommt. Nach Zustimmung von Bundestag und Bundesrat hat nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterschrieben. Ab Oktober könnten gleichgeschlechtliche Paare heiraten. Trotzdem erwarten die Standesämter im Landkreis keinen Ansturm.

Grund für diese Einschätzung ist die geringe Anzahl der Lebenspartnerschaften, die in den Kreis-Standesämtern eingetragen sind. Im Standesamtsbezirk Frankenberg – zu dem auch Rosenthal, Frankenau, Gemünden und Haina gehören – sind seit 2001 zehn Lebenspartnerschaften eingetragen worden. Die letzten beiden Paare schlossen 2015 diesen Bund. Beim Standesamtsbezirk Oberes Edertal mit Burgwald wurden drei Verbindungen eingetragen. Im Bereich des Bad Wildunger Standesamtes gibt es neun eingetragene Lebenspartnerschaften. Anfragen für Eheschließungen homosexueller Paare gab es bisher nicht, sagt Standesamtsleiterin Uta Bubenhagen.

Gleiches berichtet Klaus Kuhaupt von der Stadtverwaltung Volkmarsen. Die Stadt bildet zusammen mit Bad Arolsen und Breuna einen Standesamtsbezirk. Bisher seien pro Jahr ein bis zwei Lebenspartnerschaften geschlossen worden, sagt er. Wie viele es insgesamt gibt, darüber konnte er keine Auskunft geben. Auch in der Kreisstadt Korbach gibt es keine genauen Zahlen. Pro Jahr seien es maximal zwei, manches Mal keine, sagt Standesamtsleiter Carsten Vahland. Bislang habe es auch noch keine Ehe-Anfragen gegeben.  (mia/ren/dpa)

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