Flüchtlinge: Erstaufnahme in Korbach wird vorerst geschlossen

Waldeck-Frankenberg. Die Halle zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Korbach wird in Kürze bis auf weiteres geschlossen.

Die Landesregierung hat für ganz Hessen ein neues Standortkonzept für die Unterbringung von Flüchtlingen beschlossen. Die Halle zur Erstaufnahme in Korbach wird demnach in Kürze bis auf weiteres geschlossen. Sie soll aber vorerst weiter als Reserve dienen, falls die Flüchtlingszahlen wieder steigen.

Planmäßig läuft dagegen der Aufbau neuer Flüchtlingswohnungen in Bad Arolsen-Mengeringhausen. Auf dem ehemaligen Kasernengelände entstehen vier Wohnblocks für insgesamt 6,3 Millionen Euro. Sie sollen Unterkünfte für 500 Personen bieten.

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) präsentierte das neue Standortkonzept am Mittwoch in Wiesbaden. Nach dem enormen Zustrom an Flüchtlingen im vorigen Jahr kommen derzeit täglich nur noch rund 50 Flüchtlinge in ganz Hessen an, erklärte Grüttner. Somit werden zahlreiche Unterkünfte komplett geschlossen, andere - wie die Halle des früheren „LaLeLu Abenteuerlandes“ in Korbach - werden vorerst auf „passiv“ gestellt.

Je nach künftiger Entwicklung der Flüchtlingszahlen in der Zukunft können diese Unterkünfte wieder geöffnet werden. Das Land bleibt in Korbach demnach in den kommenden drei Jahren Mieter, die Kosten für Verpflegung, Energie, Verwaltung und Betreuung fallen aber weg.

Grüttner dankte für das große Engagement der Kommunen, Behörden, Hilfsorganisationen und ehrenamtlichen Helfer bei Aufnahme und Unterbringung. „Das war sensationell. Wir können auf diese Menschen sehr stolz sein“, unterstrich auch Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel, auf Anfrage. In der Korbacher Halle zur Erstaufnahme sind aktuell 185 von maximal 500 Flüchtlingen untergebracht. Wann genau die Halle „passiv“ wird, steht noch nicht fest.

Von Jörg Kleine

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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