Fraktionsvorsitzende im Kreistag sprechen über politische Ziele

Große Koalition will Zeiten beim Sammeltaxi ausweiten

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Anruf-Sammeltaxi: Auch bei den Korbachern ist es sehr beliebt.

Waldeck-Frankenberg. Fast ein Jahr ist es her, dass SPD und CDU den Koalitionsvertrag unterzeichnet haben und seither zusammen die Politik in Waldeck-Frankenberg bestimmen.

Unsere Zeitung traf sich nun zum Gespräch mit Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling (SPD) und Karl-Friedrich Frese (CDU), den beiden Fraktionsvorsitzenden im Kreistag.

Um welche Themen will sich die Große Koalition mit Priorität kümmern?  

Wir wollen uns dem Thema Ärztemangel wieder neu widmen und dem Ganzen einen Schub verpassen“, sagte Frese. Er machte diesbezüglich auf ein Beispiel aus dem Südkreis aufmerksam. Weil für potenzielle Hausärzte das Risiko oft zu hoch sei, sich in eine Praxis auf dem Land einzukaufen und niederzulassen, gebe es in Hallenberg eine Praxis, in der verstärkt mit angestellten Ärzten gearbeitet werde. „Dort sind auch Frauen tätig, die in diesem Modell auch besser Familie und Beruf vereinbaren können“, sagte Frese. Diese Idee nehme er mit in die aktuelle Diskussion.

Was kann die Kreiskoalition tun, um mehr Ärzte nach Waldeck-Frankenberg zu bekommen? 

„Wir müssen einfach weiter die Vorzüge des Landkreises aufmerksam machen und für ihn werben“, betonte Kalhöfer-Köchling. „Im Zuge des Aufbaus von Gesundheitsregionen im Landkreis wird demnächst ja auch der Dialog mit den Ärzten vor Ort, den Kommunen und den politisch Verantwortlichen gesucht. Diese Arbeit müssen wir befeuern“, so Frese.

Wie sieht es im Pflegebereich aus. Muss auch dort etwas getan werden? 

„Wir müssen mit dem Bau der Krankenpflegeschule in Frankenberg in die Pötte kommen“, sagt Frese. Zudem bestehe hoher Bedarf an Pflegekräften – nicht nur in den Seniorenheimen, sondern auch in den Krankenhäusern. Es fehle vielerorts an Nachwuchs. „Dieses Thema ist bisher zu kurz gekommen, da müssen wir jetzt Schwerpunkte setzen“, so Frese.

Was muss im Landkreis noch verbessert oder verändert werden? 

„Wir haben außerdem damit begonnen zu prüfen, wie das Angebot des Anruf-Sammel-Taxis weiter verbessern werden kann“, sagt Kalhöfer-Köchling. Ziel sei es, die Fahrzeiten in der Nacht und am Wochenende auszuweiten. In der nächsten Koalitionsrunde sollen dazu erste Aufgaben definiert werden.

Welche "Baustellen" in Waldeck-Frankenberg aus Sicht der Fraktionschefs sonst noch beackert werden müssen und wie die Stimmung in der Großen Koalition ist, lesen Sie in der Frankenberger Allgemeinen am Freitag, 10. März.

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