Kreis betreut mehr als 900 Flüchtlinge - Mehr Unterkünfte gesucht

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis sucht Unterkünfte für Flüchtlinge. Mittlerweile werden in Waldeck-Frankenberg mehr als 900 Flüchtlinge betreut - diese Zahl könnte nächstes Jahr steigen.

Demnach betreut der Fachdienst Soziale Angelegenheiten 910 Asylbewerber, teilte Landrat Dr. Reinhard Kubat kürzlich mit. Davon leben insgesamt 349 in zehn Gemeinschaftsunterkünften. 561 Menschen sind in Einzelwohnungen untergebracht. Lege man die Zahlen der vergangenen fünf Monate zugrunde, dann könne man davon ausgehen, dass dem Landkreis für 2015 weitere 600 Flüchtlinge zugewiesen werden. „Allerdings gehen Prognosen auch von einer erheblich größeren Anzahl aus“, sagte Kubat.

Brandschutz als Hindernis

Man kann die genannten Zahlen nicht einfach addieren, denn manche Flüchtlinge ziehen auch in andere Regionen Deutschlands weiter. Dennoch kann man davon ausgehen, dass der Bedarf an Wohnraum im Landkreis für Flüchtlinge noch steigen wird.

Die Unterbringung der Asylbewerber sei eine große Problemstellung, ergänzte der Landrat. „Geeigneter Wohnraum ist knapp, oft stehen brandschutzrechtliche und bauliche Hindernisse einer Vermietung im Weg“, sagte er.

Das führt teilweise zu Diskussionen. Etwa jüngst in Frankenau, wo das ehemalige Altenheim Wesemühle als Unterkunft ins Gespräch gebracht, aber vom Kreis nicht als geeignet angesehen wurde. Der Landkreis ist daher weiter auf der Suche nach Unterkünften.

Der Landkreis ist generell auf der Suche nach Immobilien, die nicht noch umfangreiche Umbauten erfordern und somit möglichst schnell zur Verfügung stehen.

Von Matthias Müller

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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